Erstellt am 24. Dezember 2015, 11:08

von Otto Havelka

Fabelhafte Session. Ausnahmegitarrist Peter Kern huldigte dem Blues und lud Brucker Musiker zu einer mitreißenden Session ein.

Peter Kern: Ausnahme-Musiker, nicht nur in Sachen Blues.  |  NOEN, Havelka
Sie schnalzten mit der Zunge und blickten staunend auf die wieselflinken Finger jenes Mannes, der den Chicago-Blues in neuen Dimensionen zelebriert. Fast alles, was in der Brucker Musikszene Rang und Namen hat, drängte sich am vergangenen Freitag in der Bar Taro, um den Ausnahmemusiker Peter Kern bei der Arbeit zu sehen und zu hören.

Ob Curtis Mayfields Soul „People Get Ready“ oder der „Cream“-Blues „If you lose your money, great God, don’t lose your mind“ – Kerns Solo-Versionen sind einfach atemberaubend.

Spontane Session in der Pause

Über einen wohl einmaligen Musikabend durfte sich das Publikum nach der Pause freuen. Mehr als ein halbes Dutzend Brucker Musiker lieferte mit Kern eine spontane Session ab, als wäre das „Orchester“ seit langem eingespielt. Da spiegelte sich auch der Spaß-Faktor der Musiker in der Begeisterung der Zuhörer wider.

Bei „Let the Good Times Roll“ (Ray Charles erhielt für seine Version 1960 einen Grammy) profilierte sich das Publikum als stimmenkräftiger Refrain-Chor und zum Schluss wurde aus dem „Hall of Fame“-Blues „Sweet Home Chicago“ ein mit Standing Ovations bedachtes „Sweet Home Taro“.