Erstellt am 19. Juli 2017, 02:42

von Otto Havelka

Top-10-Ergebnis für Pellendorfer. Die Wettkampftruppe um Johannes Prendl landete in Villach auf dem sensationellen achten Platz.

Jubel nach dem erfolgreichen Bewerb: Leopold Prendl, Andreas Maschl, Johannes Prendl, Franz Prendl (vorne), Mathias Höppel, Alexander Jakob, Herbert Taschler, Wolfgang Lauer und Christian Höppel (hinten).  |  privat

Mehr als drei Jahre lang kämpften sie gegen insgesamt 650 Bewerbsgruppen, um am vergangenen Wochenende als einzige NÖ-Feuerwehrmannschaft an der WM der Florianis in Villach teilnehmen zu dürfen. Und das Team der Freiwilligen Feuerwehr Pellendorf belohnte sich bei seinem ersten Antreten bei einer WM mit dem hervorragenden 8. Platz.

„Ein Top-10-Platz war unser Ziel“, freut sich der Leiter des Verwaltungsdienstes, Johannes Prendl und trauert ein wenig einem noch besseren Ergebnis nach. Beim sogenannten „Löschangriff“, bei dem neun Mann in möglichst kurzer Zeit zwei Löschleitungen aus einem fiktiven Bach herstellen müssen, kostete ein Kupplungsfehler wertvolle Sekunden. Denn beim Staffellauf, bei dem acht Mann je 50 Meter zu bewältigen haben, drei davon mit Hindernissen, erzielte das Pellendorfer Team sogar die fünftschnellste Zeit. – Immerhin waren 76 Gruppen aus 17 Nationen am Start. Mit den Florianis feierte auch eine Hundertschaft an mitgereisten Fans den sensationellen Erfolg. Die Gemeinde Himberg finanzierte eigens einen Bus, mit dem 40 Fans nach Villach reisten, um ihre Mannschaft anzufeuern.

Wolfgang Lauer und Johannes Prendl voll im Einsatz: Auch im Training gab es keine Schonung.  |  Mraz

Nach einer Woche mit Training vor Ort, Bewerb und Siegerehrung hat für die Florianis wieder das Alltagsleben begonnen. Mitgenommen von der WM-Teilnahme haben sie neben Medaillen, Ansehen und Ehre vor allem „Kameradschaft und Fitness für den Alltag“, so Prendl. Natürlich würde das Team gerne auch bei der nächsten WM an den Start gehen. Aber bis dahin heißt es wieder, sich gegen rund 650 Bewerbsgruppen durchzusetzen.