Erstellt am 25. Februar 2016, 05:59

von Nicole Frisch

„Gerüchte klarstellen“. In der Stadtgemeinde gibt es „reale und erfundene Reibungspunkte“. Vieles wird nicht hinterfragt und dann weitererzählt.

Im Mannersdorfer Schloss ist derzeit eine Flüchtlingsfamilie untergebracht.  |  NOEN, Foto: Frisch

Im Herbst des vergangenen Jahres sind die ersten Asylwerber in der Stadtgemeinde angekommen. Seither hat sich die Zahl der untergebrachten Flüchtlinge nicht nur auf 28 erhöht, sondern nach und nach sind auch Gerüchte aufgekommen. So wird den Flüchtlingen zum Beispiel unterstellt, in Supermärkten zu stehlen und für ihre Einkäufe nichts zahlen zu müssen.

„Es gibt reale und erfundene Reibungspunkte“, betont Mark Hofstetter, der zu den Organisatoren der überparteilichen Plattform „Mannersdorf hilft“ gehört, „vieles wird extrem aufgebauscht und meist unhinterfragt weitererzählt.“

Flüchtlinge bei Integration unterstützen

Da dies der Situation nicht guttue, sei man vonseiten der Plattform bemüht, gegen solche Gerüchte vorzugehen und sie richtigzustellen. Zudem versuche man, den Flüchtlingen zu erklären, dass sie sich so benehmen sollen, wie man es hier erwarte, damit das Zusammenleben funktioniere.

Ein Grund für solche Gerüchte sei, so Hofstetter, „die Sprachlosigkeit auf beiden Seiten“. Diese führe nämlich zu zahlreichen Missverständnissen. „Es gibt noch kein flüssiges Zusammenleben. Für alle Beteiligten ist es derzeit noch ein tägliches Dazulernen“, erklärt Hofstetter.

Die Flüchtlinge selbst bekommen von den Gerüchten kaum etwas mit. Hofstetter verweist dabei auf die sprachlichen Barrieren.
Neben all den Gerüchten gibt es aber immer noch zahlreiche freiwillige Helfer, die die Flüchtlinge bei der Integration unterstützen. Demnächst beginnen Sprachkurse für die Asylberechtigten.