Erstellt am 23. September 2015, 06:52

von Otto Havelka

Kunst und das Heer. Zahlreiche Künstler gaben sich zum Jubiläum der Initiative „Kunst im Einsatz“ in der Wallenstein Kaserne ein Stelldichein.

Fotorealist Wilfried Plodderer zählt ebenso zu den Künstlern »im Einsatz« ...  |  NOEN, Havelka

Zehn Jahre ist es her, dass in der Wallenstein Kaserne eine militärisch äußerst ungewöhnliche Idee verwirklicht wurde: Unter dem Titel „Kunst im Einsatz“ wurden Künstler unterschiedlichster Genres eingeladen, sich vor Soldaten im In- und Ausland zu präsentieren.

Die Idee dazu: Das in Götzendorf beheimatete Austrian Armed Forces International Centre (AUTINT) bildet Soldaten für ihren Auslandseinsatz aus. Dort sind sie oft mit fremden Kulturen konfrontiert. Da ist Offenheit und Toleranz gefragt, so wie auch gegenüber zeitgenössischer Kunst.

Am vergangenen Donnerstag trafen einander zahlreiche Künstler bei einer Jubiläumsausstellung „10 Jahre Kunst im Einsatz“. Sie alle haben dazu beigetragen, dass die ungewöhnliche Kulturinitiative noch immer besteht und „kein Ablaufdatum in Sicht ist“, wie der Leiter des Zentrums Einsatzvorbereitung, Oberstleutnant Claus Amon, versicherte.

Burgschauspieler Frank Hoffmann, der noch mit Georg Danzer den Soldaten im Kosovo einen Besuch abstattete, lobte in seiner Laudatio die bemerkenswerte Initiative. Immerhin konnten bei den bislang 22 Veranstaltungen Kapazunder wie Ernst Fuchs, Erwin Steinhauer oder Tanja Player begrüßt werden. Initiator der Aktion, Oberstleutnant Helmut Gekle, durfte mit der Jubiläumsveranstaltung mehrfach zufrieden sein. Sie zeige, dass sich „das soldatische Leben nicht nur eingebunkert hinter Kasernenmauern abspielt“, und setze darüber hinaus auch wichtige kulturelle Impulse in der Region.