Erstellt am 01. April 2016, 16:24

von Gerald Burggraf

Große Verwirrung um Sportvereinigung. Prüfungsausschuss stieß auf nicht nachvollziehbare Verbindlichkeiten von Volleyballverein SV Sokol an den SVS-Dachverband.

Pixabay.com, Puurchantal (CC0 1.0)

Eine ausstehende Forderung des SV Sokol an den Dachverband der Spielvereinigung Schwechat (SVS) sorgte für ratlose Gesichter im Prüfungsausschuss der Gemeinde. Da sämtliche Förderungen über den Dachverband an die einzelnen Zweigvereine verteilt werden, dürfen die Gemeinderäte diesen auch prüfen.

Dabei stießen sie auf besagte Verbindlichkeit in Höhe von rund 125.000 Euro. Was hier dahinter steckt, konnte der Prüfungsausschuss nicht feststellen. Daher brachte die Stadt eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft ein.

Lückenlose Aufklärung gefordert

„Bei der Prüfung stießen wir auf dieses Konstrukt, ein eingetragener Verein ist das nicht“, erläutert Prüfungsausschuss-Obmann David John (FP). Scheinbar seien Fördermittel der Stadt zweckfremd vergeben worden. Pikantes Detail: Die Verbindlichkeit soll aus jener Zeit stammen, als SV Sokol-Obmann Karl Hanzl oberster SVS-Chef war. Hanzl war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

SP-Sportstadtrat Christian Habisohn betont, dass es einer lückenlosen Aufklärung bedürfe. Allerdings hält er fest, dass der Stadt kein Schaden entstanden sei. Denn das Abstottern der Forderung sei so gelöst worden, dass der Dachverband die Fördermittel um einen gewissen Rückzahlungsbetrag gekürzt habe. Laut SP-Stadtchefin Karin Baier heiße es nun abwarten.