Erstellt am 30. Oktober 2015, 11:29

von Ines Garherr

Grünes Licht für Machbarkeitsstudie. In Kürze wird eruiert, ob Unter- oder Überführungen an den Bahnübergängen entlang der B16 und B50 verwirklichbar sind.

Derzeit ein gewohntes Bild am Bahnübergang in Götzendorf: Rotes Licht, die Schranken sind zu. Um die langen Wartezeiten zu eliminieren, soll eine Über- oder Unterführung her. Zumindes für die Prüfung der Machbarkeit gibt es nun grünes Licht.  |  NOEN, Garherr

Nachdem über eine lange Zeitspanne Wünsche in diese Richtung geäußert wurden, werden in Sachen Bahnüber- oder -unterführung nun endlich erste Schritte gesetzt. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, zu testen, ob solche Projekte an den Bahnübergängen entlang der Bundesstraßen B15 und B60 möglich wären.

Gespräche sind am Laufen

„Wir haben bereits einige Gespräche mit Vertretern der ÖBB Infrastruktur und Herrn Friedrich Zibuschka, dem obersten Straßenplaner des Landes, geführt“, erklärt VP-Bürgermeister Kurt Wimmer die Ereignisse im Vorfeld der Entscheidung. Nun wurde ein Planungsbüro beauftragt, das in Kürze eine Machbarkeitsstudie durchführen soll.

Dabei wird sowohl ermittelt, ob Unter- oder Überführungen an beiden Bahnübergängen gebaut werden könnten, als auch eine grobe Schätzung des hypothetischen Preises eines solchen Projekts angestellt. „Die Studie ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, ist sich Wimmer sicher.

"Schritt in richtige Richtung"

Auch Vertreter der übrigen Parteien sehen das Projekt positiv. „Die Überführung würde nicht nur für die Gemeindebürger, sondern auch für Menschen, die nach Wien pendeln, eine Verbesserung darstellen“, spricht sich SP-Obmann Johann Ackermann für das Vorhaben aus. Auch FP-Vizebürgermeister Bernhard Skaumal ist begeistert: „Die Stehzeiten sind weder den Autofahrern zumutbar, noch den Einsatzkräften, welche in Notsituationen blockiert werden“, betont er.

Wimmer hebt indes die Überregionalität des Projekts hervor und hofft auf die Zustimmung aus anderen Gemeinden. Die Kosten der Studie werden zwischen dem Land NÖ, der ÖBB und der Gemeinde aufgeteilt. Für Götzendorf bedeutet das Zahlungen in der Höhe von 2.300 Euro. Ebenso würde man sich, laut Wimmer, die endgültigen Kosten einer Über- oder Unterführung mit Land und ÖBB teilen.