Erstellt am 15. September 2015, 15:17

von Susanne Müller

Gymnasium: Zubau endlich fix. Im Inneren der Bundesschulen soll ebenfalls umfassend saniert werden. Wann, das ist allerdings noch unklar.

Der Gebäudekomplex der Bundesschulen ist derzeit eine Großbaustelle. Zur Zeit wird an der thermischen Sanierung von Dach und Fassade gearbeitet.  |  NOEN, Foto: Müller

Das Schuljahr begann heuer für die Schüler des Gymnasiums und der HAK/HASCH auf einer Baustelle. Wie berichtet wurde in den Ferienmonaten mit der Behebung der gröbsten Schwachstellen des Gebäudekomplexes begonnen. „Es wurden drei Punkte in Angriff genommen, die zu den Hauptkritikpunkten von Eltern und Schülern gezählt haben“, erklärt Matthias Schön, Direktor des Gymnasiums und Verwalter des gesamten Schulgebäudes: Einerseits wurde die Heizung erneuert.

„Die Leitungen und Radiatoren sind bereits erneuert. Derzeit wird noch in der Heizungszentrale gearbeitet, aber bis zum Beginn der Heizsaison sollte alles fertig sein“, so Schön. Zum anderen wurde mit der thermischen Sanierung des Gebäudes begonnen. Das Dach ist bereits komplett erneuert. An den Wänden wurde in den Ferien bereits der Großteil der schweren Waschbetonplatten abgenommen.

„Statt der bisher 26 Klassen wären dann 32 Klassenräume
möglich.“ Matthias Schön, Direktor des Gymnasiums, 
über die geplante „funktionale Sanierung“ der Schule

„Jetzt beginnt die Phase, vor der wir uns alle am meisten fürchten“, so Schön. Denn das Anbringen der Dämmung und der neuen Fassade wird wohl nicht ohne Lärm vor sich gehen können. Anders als ursprünglich geplant werden die Arbeiten nicht Abschnitt für Abschnitt vonstattengehen. „Die Außenhaut wird jetzt doch in einem Zug gemacht“, erzählt Schön. Veranschlagt ist dafür das restliche Kalenderjahr. Der Fenstertausch erfolgt erst, wenn die neue Fassade fertig ist. „Die Bedingungen müssen jedenfalls auch während der Bauarbeiten so sein, dass die Lernleistung der Kinder nicht beeinträchtigt wird“, macht Schön klar.

Damit sind dann insofern die schlimmsten Mängel behoben, als Schüler und Lehrer in den Wintermonaten nicht mehr frieren müssen. Um aus dem Gebäude eine moderne Unterrichtsstätte zu machen, bedarf es aber freilich mehr.

„Die Sensation ist, dass man von der ursprünglichen Vorgabe, dass wir keinen Zubau bekommen, abgerückt ist“, freut sich Schön. Im Gymnasium sind derzeit meist sechs Wanderklassen im ganzen Haus unterwegs, weil sie keinen eigenen Klassenraum haben. Der Platzmangel wird mit den steigenden Schülerzahlen natürlich von Jahr zu Jahr schwerer zu bewältigen. Nun hat man festgestellt, dass auch eine Umstrukturierung im Haus alleine keine Lösung bringen kann. „Einige Räume sind einfach nicht dafür geeignet, als Klassenräume genutzt zu werden. Daher ist nun doch ein Zubau möglich“, so Schön.

32 Klassenräume in Zukunft

Ein Architekten-Wettbewerb soll ausgeschrieben werden. „Eine Variante wäre ein Kreativturm für alle Räume der kreativen Fächer“, erzählt Schön von einem der Vorschläge, die es bereits gibt. Die Werkräume könnten demnach in einem zweigeschoßigen Gebäude vor der Schule untergebracht werden.

„Das wäre natürlich sehr sinnvoll und es stößt auch auf die Zustimmung der Kollegen. Dort könnte man auch viele offene Räume und Lernzonen schaffen. Aber ich will dem Wettbewerb natürlich nicht vorgreifen“, so Schön, dem überdies schon konkrete Pläne für die damit einhergehende funktionale Sanierung des gesamten Schulgebäudes vorliegen.Anstelle der derzeit 26 Klassen würde das Gymnasium dadurch über 32 Klassenräume verfügen. In der Handelsakademie bliebe es bei 16 Klassen wie bisher. „Ich bin sehr froh, dass wir diese Bedürfnisse abgedeckt bekommen“, so Schön.

Einziger Haken an den erfreulichen Neuigkeiten: Wann all das umgesetzt wird, ist noch unklar. „Da lange von einem Schulneubau die Rede war, war unsere Schule nicht im Sanierungskonzept vorgesehen. Die Frage ist, ob die Maßnahmen alle finanzierbar sein werden“, so Schön, der sich wünschen würde, dass die Arbeiten im Inneren der Schule gleich an die jetzige Baustelle, die bis zum Ende des Schuljahres dauern wird, anschließen können.