Erstellt am 09. Oktober 2015, 06:27

von Josef Rittler

Gedenktafel erinnert an Kampf um Turm. Wasserturm wurde revitalisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Pläne für modernen Anbau wurden abgelehnt.

Stadtpfarrer Othmar Posch und Alfred Wittolowitsch.  |  NOEN, Fotos: privat

Die Kulturerbegesellschaft enthüllte gemeinsam mit Miroslava Grubmüller und Anton Kollmann vom Theodorafonds und Vertretern der Politik, darunter VP-Bundesrat Gerhard Schödinger und Hainburgs Bürgermeister Josef Zeitelhofer (VP), am Samstag eine Gedenktafel am Wasserturm. Die Tafel soll an die jüngere Geschichte des Bauwerks erinnern.

Im Jahr 2002 sollte in Hainburg ein Nationalparkzentrum zu errichten, doch gefielen die Pläne, die den Wasserturm miteinbezogen, nicht jedem Hainburger. Eine Volksbefragung erteilte dem Nationalparkzentrum eine Absage. Mitglieder der damaligen Wasserturm-Iniative gründeten die Kulturerbegesellschaft mit Obmann Wilhelm Mikulitsch. Diese bemühte sich fünf Jahre lang vergeblich, den Turm zu übernehmen und öffentlich zugänglich zu machen. Erst nach den Gemeinderatswahlen 2005 änderte sich unter VP-Bürgermeister Karl Kindl das Verhältnis. Im September 2007 wurde eine Nutzungsvereinbarung beschlossen, der Turm geht bis 2017 in die Verwaltung der Gesellschaft über. Diese machte sich daran, das Bauwerk umfassend zu renovieren.

Das Dach wurde erneuert, die Außenmauern restauriert. 2009 bis 2011 wurden die Arbeiten im Inneren des Turmes fortgesetzt. „Es gab Zeiten, da waren Mitglieder fast Tag und Nacht im Turm zu finden“, berichtete der derzeitige Obmann der Kulturerbegesellschaft, Alfred Wittolowitsch. Seit der Fertigstellung fanden zahlreiche Veranstaltungen, Konzerte und im Zuge der Landesausstellung fand auch eine Ausstellung des Wiener Naturhistorischen Museums statt. Die Geschichte des Turms schildert nun eine am Turm angebrachte Gedenktafel. Sie wurde vom Theodorafonds gesponsert. Stadtpfarrer Othmar Posch segnete die Tafel.