Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:02

von Josef Rittler

Straße zu eng für Feuerwehr. Drehleiter käme im Ernstfall nicht um die Kurve. Zufahrt muss jetzt rasch verlegt werden. Kosten: Bis 15.000 Euro.

Die Zufahrt zur Neuen Mittelschule (links im Bild) muss in Richtung Hummelstraße versetzt werden, daher müssen die beiden Föhren (Bildmitte) weichen.  |  NOEN, Foto: Rittler

Der Bereich der Babenbergerstraße und Starhembergstraße vor der Neuen Mittelschule wurde während des Sommers umfassend neu gestaltet. Die alte Stützmauer wurde weggerissen und eine neue Mauer zwei Meter weiter zur Schule hin errichtet. Vor dem Schulgebäude wurde so eine verkehrsberuhigte Zone geschaffen. Auch die Wasserleitung wurde neu verlegt.

Die Gesamtkosten für das Projekt betragen etwa 500.000 Euro. Ganz fertig ist es noch nicht: Das Geländer aus Glas, das die Hainburger Firma Otto herstellen wird, fehlt noch, wird Ende Oktober auf der neuen Stützmauer angebracht. So weit, so gut. Aus der alten Rumpelpiste wurde eine moderne Straße, der Zugang zur Schule ist für die Kinder sicherer.

Die Krux an der Geschichte: Es stellte sich heraus, dass die Feuerwehr nicht mehr zur Neuen Mittelschule zufahren kann. „Bei der Einfahrt in den Hof kommen wir mit der Drehleiter um die Schleppkurve nicht herum“, erläutert Hainburgs Feuerwehrkommandant Christian Edlinger. Straßenbautechnisch soll an der Neugestaltung aber nicht mehr gerüttelt werden. Die Lösung soll nun so aussehen: Das Tor zur Schule muss versetzt werden, sodass die Feuerwehr an einer anderen Stelle zufahren kann.

 Tor im Zaun muss versetzt werden

„Das wurde im Sommer bereits besprochen“, so Stadtamtsdirektor Erich Rieder. Warum das nicht schon bei der Planung bedacht wurde? Das Problem hätte sich erst im Laufe der Bauarbeiten herauskristallisiert. Man habe aber insofern bereits darauf reagiert, als ein neuer Plan gemeinsam mit der Feuerwehr ausgearbeitet worden sei: Das Eingangstor wird um zwei Felder des Zauns nach rechts versetzt. Die Strabag wird den Zugang herstellen. Ein in der Nähe befindliches Trafohäuschen störe nicht.
Die Kosten für die Änderungen seien „marginal“, sie werden sich zwischen 10.000 und 15.000 Euro bewegen. „Vielleicht ist es dann sogar besser als vorher“, so Rieder.

VP-Gemeinderat Egon Löbl, Obmann der Mittelschulgemeinde, bestätigt das dringende Problem. „Die einfachste Lösung: Das Tor im Zaun muss versetzt werden, die entsprechenden Aufträge werden diese Woche erteilt.“ Der Turnsaal müsse für die Feuerwehr erreichbar sein. Zwei Föhren, die im Weg stehen, werden ebenfalls weichen müssen.

„Dass die Straße verlegt worden ist, ist eine gute Lösung, das kommt uns entgegen, der Platz vor der Schule ist sehr ansprechend geworden“, meint NMS-Direktorin Rositta Köpplinger. Die Herstellung der Zufahrt für die Feuerwehr müsse natürlich den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, damit die Sicherheit der Kinder und Lehrerinnen gewährleistet sei.
Dies meint auch Hainburgs VP-Bürgermeister Josef Zeitelhofer: „Die Sicherheit der Kinder hat oberste Priorität, daher wird schnellstens dafür gesorgt werden, dass die Feuerwehr in den Hof hineinfahren kann“.