Erstellt am 22. Februar 2016, 09:48

von Otto Havelka

Hits der Popmusik im Kirchengewand. Der bulgarische Männerchor ";Gregorian Voices" präsentierte gregorianischen Choräle, orthodoxe Kirchenmusik und Pop-Klassiker.

Die "Gregorian Voices" machten in der Brucker Pfarrkirche mit sakraler und Pop-Musik Station.  |  NOEN, Havelka

Spätestens seit die Schola des Stiftes Heiligenkreuz 2008 mit dem Album "Chant - Music for Paradise“ die Charts stürmte, locken gregorianische Choräle auch hierzulande das Publikum an. Mit „Gregorian Voices“ war vergangenen Woche eines der mittlerweile zahlreichen Ensembles, die sich der altertümlichen Kirchenmusik verschrieben haben, in der Brucker Pfarrkirche zu Gast.

Der achtköpfige Männerchor in Mönchskutten, der unter der Leitung von Georgi Pandurov das Erbe des Männerchors „Gloria Dei“ antrat, hat sich die „Wiederbelebung der Tradition der orthodoxen Kirchenmusik“ zur Aufgabe gesetzt. Garniert wird die geistliche Chill-out-Musik mit a capella-Versionen von Pop-Klassikern wie „Sound of Silence“, „Imagine“ und der Zugabe „We are the World“.

Stimmlich perfekt in spannenden Arrangements mit ausdrucksstarken Soloparts spult das Ensemble im unbeleuchteten Kirchenschiff sein Programm herunter. Aber ein kratzbürstiges „Sailing“ von Rod Stewart hat trotzdem mehr Seele.