Erstellt am 02. März 2016, 05:09

von Otto Havelka

Heftige Diskussion um gefällte Bäume. Entlang der alten Leitha wurde kräftig abgeholzt. Maßnahme zum Schutz der Hochwasserdämme, erklären Experten.

Das Bäumefällen am Leithakanal hat seit Montag ein Ende, sorgt aber noch immer für Diskussionen.  |  NOEN, Foto: privat

Die Aufregung in den Social Media-Foren ist groß: Entlang der alten Leitha (nunmehr „Leithakanal“) wurden auf gut zehn Kilometern die Bäume abgeholzt. „Mir gefällt’s auch nicht“, gesteht SP-Umweltgemeinderat Bernhard Schütz, „aber es muss sein.“

„Entlang der Hochwasserlinie müssen Bäume elastisch bleiben“, erklärt Helmut Lehner, zuständig für den Baumkataster der Gemeinde. „Alte Bäume reißen aus. Dann bricht das Ufer und das gefährdet den Damm.“
Dass der Kahlschlag durch die beiden vom zuständigen Leitha-Wasserverband II beauftragten Unternehmen Schuch KEG (Mannersdorf) und Winter Hackgut (Hof) drastisch ausfiel, hat mehrere Gründe. Grundsätzlich sollte eine derartige Uferpflege alle zehn Jahre stattfinden.

Am Leithakanal ist die letzte aber 30 Jahre her. Zusätzlich fielen auch noch der Zufahrt zum Ufer mit schweren Geräten etliche Bäume zum Opfer. „Das ersparen wir uns aber in Zukunft“, verspricht Schütz. Auch wenn es jetzt brutal aussieht, „die Bäume treiben wieder aus, in zwei Jahren ist alles wieder grün“, prophezeit Lehner. Theoretisch hätte die Gemeinde „Nein“ zum Kahlschlag sagen können. Allerdings wäre dann die Gemeinde für alle Hochwasserschäden haftbar.