Erstellt am 27. Oktober 2015, 08:07

von Otto Havelka

Bücherlade – Ja, Fragestunde – nein. Offensiv: Die Bürgerliste will mit neuen Initiativen die Kommunikation in der Gemeinde fördern.

Gemeindeamt Hof: Hier soll die »wahrscheinlich kleinste Bibliothek Niederösterreichs« eingerichtet werden.  |  NOEN, Otto Havelka
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Gemeinderat György Slzeak hat eine Idee, und VP-Bürgermeister Hubert Germershausen sagt, dass eigentlich er „die Anregung dazu geliefert“ habe. – Sei´s wie es sei: Das Thema ist die „wahrscheinlich kleinste Bibliothek Niederösterreichs“, so Slezak.

Und die soll schon in Kürze so funktionieren: Im Foyer des Gemeindeamtes wird ein Regal aufgestellt. Dort kann jedermann Bücher deponieren, die er nicht mehr will beziehungsweise abgegebene Bücher, die ihn interessieren, entnehmen, nach Hause tragen, behalten oder wieder zurückstellen.

„Wollen transparente und bürgernahe Verwaltung“

Dieses auch schon in anderen Gemeinden praktizierte System dürfe aber keinen zusätzlichen Personalaufwand erfordern, stellt Germershausen klar. „Und wenn es niemanden interessiert? „Dann räumen wir das Regal einfach wieder weg“, sagt Slezak.

Weniger einig sind sich die beiden beim Thema „Bürgerfragestunde“. Eine solche will Slezak vor jeder Gemeinderatssitzung einführen: „Themen, die von öffentlichem Interesse sind, sollen auch öffentlich behandelt werden können“, begründet er seinen Vorstoß. „Wir wollen eine transparente und bürgernahe Verwaltung“, postuliert er.

Bürgermeister Germershausen (Bild unten) kann sich das „nicht vorstellen“ und sieht auch keinen Bedarf. Zum einen gebe es ja die Sprechstunden des Bürgermeisters und darüber hinaus seien er und die Gemeinde auch immer „flexibel erreichbar“. Da müsse man im Sinne der Bürgernähe „nicht auf die nächste Gemeinderatssitzung warten“.

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