Erstellt am 11. Mai 2016, 05:54

von Otto Havelka

Mistfrage: Gemeinsam oder einsam sammeln. Die Gemeinde Hof will ein gemeinsames Müllsammelzentrum mit Mannersdorf. Dort hat man wenig Lust auf gemeinsamen Müll.

SP-Bürgermeister Gerhard David: »Frage, ob wir uns das antun.« (Foto links) VP-Bürgermeister Hubert Germershausen: Grundsatzbeschluss für gemeinsames Sammelzentrum. (Foto rechts)  |  NOEN, Fotos: Havelka

Die Hofer Gemeinderäte sind sich quer durch alle Fraktionen einig: In der jüngsten Sitzung wurde ein einstimmiger Grundsatzbeschluss gefasst, mit der Nachbargemeinde Mannersdorf ein gemeinsames Müllsammelzentrum errichten zu wollen.

Finanziert werden würde ein solches Sammelzentrum vom Gemeindeverband für Abfallbehandlung Bezirk Bruck (GABL), der dafür wiederum Landesförderungen lukrieren kann. Laut VP-Bürgermeister Hubert Germershausen stünde auch schon ein Grundstück der Gemeinde Mannersdorf gegenüber der Arbachmühle zur Disposition. Es gehe nur noch um die Kostenaufteilung für das Grundstück und infrastrukturelle Maßnahmen wie Leitungen oder die Errichtung einer Abbiegespur. Eine Umsetzung des Sammelzentrums könnte laut Germershausen „im nächsten Jahr erfolgen“.

Kostenvoranschläge für die beiden Varianten

Der Mannersdorfer SP-Bürgermeister Gerhard David runzelt allerdings kräftig die Stirn. Zum jetzigen Zeitpunkt sei so eine Beschlussfassung „nicht sinnvoll“. Es habe zwar ein Gespräch mit Hofer Gemeindevertretern gegeben, aber die Frage, „ob wir uns das antun“, sei noch völlig ungeklärt, so David.

Zwar müsse Mannersdorf beim derzeit bestehenden Sammelzentrum einige Adaptierungen vornehmen, aber er vermute, dass dies kostengünstiger wäre als die Errichtung eines gemeinsamen Sammelzentrums.
David wolle daher zuerst einmal Kostenvoranschläge für die beiden Varianten auf dem Tisch haben. Über einen möglichen Standort eines neuen Sammelzentrums will er vorerst nicht reden. „So weit sind wir noch lange nicht.“