Wolfsthal

Erstellt am 20. Mai 2017, 02:58

von Otto Havelka

25 Jahre Festspiele in der Villa Pannonica. Ohne großes Tamtam und mit einer Komödie von Oscar Wilde feierten die „Sommerspiele Wolfsthal“ ihr 25-Jahr-Jubiläum.

Christian Wendy als Lebemann Algernon und Helmut Spitzwieser als dessen Diener.  |  NOEN, Havelka

Es ist kein hochtrabendes Festival mit Stars aus Oper und Burgtheater und hat vielleicht gerade deshalb einige von diesen überlebt. Am vergangenen Samstag wurden ganz unspektakulär die 25. Sommerspiele Wolfsthal in der Villa Pannonica eröffnet.

Im neuen Theatersaal im zweiten Stock gab das „Vorstadt-Ensemble“ Oscar Wildes Komödie „Bunbury“ zum Besten. Zwei englische Gentlemen, Algernon Moncrieff (Christian Wendy) und Jack, sind wahre Lebemänner. Algernon erfindet einen kranken Freund, „Bunbury“, um öfter aufs Land fahren zu können, und Jack gibt vor, sich um seinen Bruder Ernest kümmern zu müssen, um einen Grund für seine Fahrten in die Stadt zu haben. Als sich die Junggesellen verlieben, wird das Lügengeflecht kompliziert.

Bemerkenswert ist das Ensemble, das das Stück auf die Bühne bringt: Das „Vorstadt-Ensemble“ besteht aus Absolventen von Schauspielkursen, die die Gründerin und Intendantin der Wolfsthaler Sommerfestspiele, Helen Schmidt-Levar, an der Volkshochschule in Wien-Erdberg abhielt. Mit „Bunbury“ treten sie bereits zum dritten Mal in Wolfsthal auf. Am Samstag, den 17. Juni, gibt es um 19.30 Uhr ein Dacapo.