Erstellt am 01. April 2016, 05:24

von Nicole Frisch

Katzenhasser ist wieder unterwegs. Die elf Monate alte Katze von Gilda Schreiber wurde mit einer Schreckschusswaffe angeschossen. Ihr Zustand ist ungewiss.

Gilda Schreiber traut sich nicht mehr, ihre Katzen hinauszulassen.  |  NOEN, zVg

Katzen begegnet man "Zwischen den Weingärten" in Mannersdorf kaum noch. Im Laufe der Zeit sind die Katzen nach und nach verschwunden. Sie verschwinden aber nicht nur, sondern werden zum Teil auch mit einer Schreckschusswaffe verletzt. Erst vergangene Woche musste die Mannersdorferin Gilda Schreiber ihre elf Monate alte Katze in die Tierklinik nach Parndorf bringen. „Sie hat zu kränkeln begonnen. In der Tierklinik wurden ein Röntgen und ein Ultraschall gemacht“, erklärt Schreiber im Gespräch mit der NÖN. Es wurde ein Schreckschuss in die Brust diagnostiziert.

Für Schreiber ist dies nicht das erste Mal, dass eine ihrer Katzen verletzt wurde. Bereits vor drei Jahren wurde ihr damaliger Kater angeschossen. Damals wie heute hat sie einen Verdacht, wer der Täter sein könnte. „Die Polizei sagt aber, wenn der Täter nicht in flagranti erwischt wird, kann man nichts machen“, erzählt Schreiber, die bereits Anzeige erstattet hat.

"Dieser Mensch hat Freude am Töten“

Das Ausmaß der Verletzungen von Schreibers Katze ist noch ungewiss. „Der Darm ist eventuell schwer beschädigt“, meint sie. Und: „Es ist auf jeden Fall nicht nur eine traurige, sondern auch eine teure Angelegenheit.“ Ihre anderen Katzen – sie hat damals den ganzen Wurf einer Streunerkatze mitsamt der Mutterkatze aufgenommen – traut sie sich nun nicht mehr hinauszulassen.

Es sind aber nicht nur Katzen, die verletzt werden oder gar verschwinden. „In meinem Garten ist auch schon einmal ein Marder mit abgeschlagenen Vorderfüßen gelegen. Dieser Mensch hat, glaube ich, Freude am Töten“, betont Schreiber.