Erstellt am 09. März 2016, 05:34

von Susanne Müller

Kirchenbeitragsstelle: Umbau vor dem Start. Baurechtsvertrag mit Genossenschaft könnte nächste Woche unterzeichnet werden. Pläne sind eingereicht.

Bei der ehemaligen Kirchenbeitragsstelle in der Kochgasse sollen demnächst die Umbauarbeiten beginnen.  |  NOEN, Müller

Im Dezember war noch die Rede davon gewesen, dass bis Mai vier Wohnungen für Asylberechtigte in der ehemaligen Kirchenbeitragsstelle in der Kochgasse fertiggestellt werden sollen. Die Kirchenbeitragsstelle ist mittlerweile in den vorderen Teil des Pfarrhofs übersiedelt, wo die Arbeiten gleich für eine Renovierung der restlichen Pfarrräume genutzt wurden. Bis auf entsprechende Wegweiser ist dort bereits so gut wie alles fertig. In der Kochgasse ist von Bauarbeiten jedoch bislang nichts zu sehen.

Konkret dürften die Details des Baurechtsvertrags länger gedauert haben, als ursprünglich geplant. Jetzt liegt das Vertragswerk aber vor. „Ich habe den Baurechtsvertrag hier auf meinem Tisch liegen“, erklärt Gernot Ehlers von der Brucker Pfarre. Diese Woche soll es dazu noch letzte Gespräche mit der Diözese geben. „Wenn alles passt, könnte nächste Woche die Unterschrift erfolgen“, betont Ehlers, dass zuvor noch die Details des Vertrags rechtlich geprüft werden. Geht dabei alles glatt, dann übernimmt mit Vertragsunterzeichnung die Terra Wohnbaugenossenschaft das Baurecht für das Gebäude.

Mehrere Wohnungen zur Verfügung gestellt

Für die Genossenschaft selbst ist dies zwar derzeit das einzige konkrete Projekt dieser Art, die Konzernmutter Alpenland habe aber bereits mehrere Wohnungen in Niederösterreich für Asylberechtigte zur Verfügung gestellt. „Über die Wohnassistenz wurden alle Bauträger in Niederösterreich angeschrieben“, so Angela Eugl-Teufel von der Terra Wohnbaugenossenschaft. So sei man letztendlich auch auf das Projekt in der Kirchenbeitragsstelle gekommen.

Vier Wohneinheiten geplant

Geplant ist, darin vier Wohneinheiten für Asylberechtigte unterzubringen. „Die Einreichpläne liegen derzeit bei der Gemeinde, die das Vorhaben auch unterstützt“, erklärt Eugl-Teufel. „Es ist alles im Laufen, wir wollen so schnell wie möglich mit dem Umbau beginnen“, so Eugl-Teufel, die auch davon ausgeht, dass der Umbau binnen weniger Monate über die Bühne gehen wird.

In der Pfarre hält man den Zeitplan allerdings für „ambitioniert“. Dort rechnet man mit einer Fertigstellung frühestens im Herbst.