Erstellt am 20. Januar 2016, 05:48

von Susanne Müller

Aufgeschoben, nicht aufgehoben. Susanne Müller über das Stadtgrabenprojekt in Bruck.

Bürgermeister Richard Hemmer (SPÖ) hatte das Stadtgraben-Projekt bei der ersten Vorstellung als „urbanes Vorzeige-Projekt“ bezeichnet – und er hatte recht. Die Pläne für die Neugestaltung der 3.000 Quadratmeter großen Fläche entlang der Stadtmauer waren wahrlich vielversprechend. Eine Freizeitfläche, die allen Generationen etwas bieten sollte, und gleichzeitig ein „Tor zum Zentrum“ durch die Stadtmauer.
Im Laufe der Projekterstellung hatte der Stadtgraben auch einhellige Zustimmung erhalten. Schließlich handelte es sich dabei um ein breit aufgestelltes Bürgerbeteiligungsprojekt.

Nachdem langwierige Verhandlungen mit dem Bundesdenkmalamt für Verzögerungen gesorgt hatten, bringt nun ein Aufschub für mehrere Jahre Ernüchterung.
Unverständlich ist, dass die ÖVP das Projekt jetzt plötzlich als „teuren Luxus-Stadtgraben“ abtut. Das Projekt ist unverändert, es wäre nach wie vor eine Bereicherung für Bruck. Die Stadt täte also gut daran, dafür zu sorgen, dass in den nächsten Jahren nicht aus „aufgeschoben“ ein „aufgehoben“ wird.