Erstellt am 09. März 2016, 05:24

von Susanne Müller

Beispiel braucht noch Nachahmer. Susanne Müller über vier Wohnungen für Asylberechtigte in Bruck.

Gut 120 Asylwerber haben in Bruck eine Bleibe gefunden, bis ihr Asylverfahren beendet ist. Für all jene, die einen positiven Asylbescheid erhalten, beginnt ein neuer, schwieriger Hürdenlauf: Die Suche nach einer Wohnung und nach einem Job.

Für viele tickt die Uhr bereits. Sie wissen schon, dass ihnen in Österreich Asyl gewährt wurde. Sie müssen binnen vier Monaten ihre Unterkunft verlassen und auf eigenen Beinen stehen können. Doch Wohnungen in erschwinglicher Preisklasse sind rar. Und dort, wo sie vorhanden wären, scheitert es nicht selten an der Bereitschaft der Hauseigentümer. Umso erfreulicher ist die Initiative, in der ehemaligen Kirchenbeitragsstelle Wohnungen für Asylberechtigte einzurichten. Die Pfarre und die Terra Wohnbaugenossenschaft machen es möglich, dass einige Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, zu guter Letzt in einem sicheren Zuhause ankommen können.

Dafür, dass dieses eine Haus in der Kochgasse nicht dem berühmten Tropfen auf dem heißen Stein gleichkommt, müssten aber freilich noch viele ihrem Beispiel folgen.