Erstellt am 10. Januar 2018, 02:38

von Susanne Müller

Chance nicht kleinreden. Susanne Müller über das Projekt „Russische Internationale Schule“ in Bruck.

Die „Russische Internationale Schule“ plant, einen Bildungscampus im Brucker Stadtzentrum zu errichten. Schloss Prugg soll dabei ebenso verwertet werden wie die anderen Harrach‘schen Liegenschaften im Stadtkern.

SPÖ, Grüne und FPÖ sprechen von einer großen Chance, wenn auch zum Teil mit der gebotenen Vorsicht. Einzig die ÖVP lässt so gut wie kein gutes Haar an dem Vorhaben. Der Hauptkritikpunkt: Der geplante Wohnbau soll vor allem in Bruckneudorf stattfinden.

Nun weiß noch niemand, ob aus den ambitionierten Plänen tatsächlich etwas wird. Bei den Sponsoren, die dahinter stecken, kann man allerdings von einiger Finanzkraft ausgehen. Das Sprichwort „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ darf hier freilich nicht zur Anwendung kommen.

Die Revitalisierung von mehreren historischen Objekten in der Innenstadt, die seit Jahrzehnten dem Verfall preisgegeben sind, ist jedoch ein starkes Angebot. Genau das sollte auch bei der Stadtführung im Vordergrund stehen, und nicht die Angst, dass der Nachbar Bruckneudorf vielleicht auch etwas vom Kuchen abbekommt.