Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:07

von Susanne Müller

Einsatz nicht über Gebühr ausnutzen. Susanne Müller über den unermüdlichen Einsatz der Freiwilligen in der Flüchtlingshilfe.

Das Vernetzungstreffen, zu dem Römerland Carnuntum die freiwilligen Helfer aus der ganzen Region eingeladen hatte, zeigte es erstmals in so geballter Form: Das Ausmaß, in dem die Flüchtlingshilfe derzeit vom Einsatz Freiwilliger abhängig ist.

Ungeachtet der fehlenden Strukturen von der Bundesregierung abwärts, setzen sich unzählige Menschen in fast allen Gemeinden der Region unermüdlich dafür ein, dass den Flüchtlingen Deutsch-Kurse und Freizeitaktivitäten ermöglicht werden. Ja oft liegt es sogar in der Hand der Freiwilligen, dass ihnen medizinische Versorgung zuteil wird oder gar, dass sie überhaupt eine Unterkunft finden. Selbst dort, wo es von der Gemeinde keine Unterstützung für die Hilfsprojekte gibt, macht die Bevölkerung mobil und nimmt sich um die Schutzbedürftigen an.

Es gibt keine bessere Basis für künftige Integration und gegenseitiges Verständnis. Allerdings: Wie es Hans Rupp schon beim Thema Deutsch-Kurse auf den Punkt brachte: Die Hilfe darf von offizieller Seite nicht allein auf die Freiwilligen abgewälzt werden. Irgendwann geht sonst auch den Engagiertesten die Kraft aus.