Erstellt am 31. März 2016, 05:14

von Susanne Müller

Erinnerungen an Schilda. Susanne Müller über halb leere Flüchtlingscontainer in Bruckneudorf.

Was war das für ein Aufmarsch, den Bruckneudorf veranstaltet hat, als es um die Unterbringung von Flüchtlingen auf Kasernengrund ging. Mehrmalige Sperren der B10 für Demonstranten, die sich gegen ein „Massenlager“ aussprachen. Erst in der Vorwoche wurde diesen Protestmaßnahmen noch eine draufgesetzt, als die Gemeindeführung und Nationalrat Erwin Preiner (alle SPÖ) eine Petition an den Nationalrat übergaben.

Dabei war vom Ministerium schon mehrfach die Zusage, dass die vereinbarte Zahl von 100 Asylwerbern nicht überschritten werden würde.

Doch um welchen Preis: Am Gelände der Lagerstraße 1 stehen mittlerweile 80 Container, die nur zur Hälfte mit Asylwerbern belegt werden. Ein Vorschlag, die verbleibenden Plätze wenigstens anderweitig zu nutzen, wird von Bruckneudorf reflexartig abgelehnt. Nach jetzigem Stand bleiben also zumindest 15 Container leer (Kostenpunkt: geschätzte 150.000 Euro!). Das erinnert nicht nur an einen Schildbürgerstreich. Das ist Verschwendung von Ressourcen, Steuergeld und Energie, die ihresgleichen sucht.