Erstellt am 26. April 2017, 02:06

von Gerald Burggraf

Karten werden neu gemischt. Gerald Burggraf über die neue Ausgangslage in Enzersdorf.

Fünf Jahre lang hatten ÖVP, Pro Margarethen und die FPÖ ein gemeinsames Feindbild – die SPÖ. Durch eine offensiv ausgelegte Oppositionspolitik befeuerten die Roten diese Rolle. Doch seit der Wahl vor zwei Jahren ist alles anders.

Die SPÖ gibt sich handzahm, fast klein-koalitionär. Vor allem VP-Bürgermeister Markus Plöchl betont stets die gute Gesprächsbasis im Gemeinderat. Doch wie so oft geht eine Tür auf, wenn eine andere zu fällt. Denn anstatt eines gemeinsamen Feindbildes schwelen unter der dreierkoalitionären Decke seit Monaten Kleinbrände.

Da wäre der freiwillige Rückzug von „Pro Margarethen“-Mandatar Roland Floh als Finanzreferent. Ein Posten, den er immer wollte – auf einmal kein Interesse mehr? Oder die Tatsache, dass man FP-Alleinunterhalter Werner Herbert den Vizeposten überließ.

Doch nun scheint das Feuer an die Oberfläche gekommen zu sein. Heiße Zeiten kommen auf die Enzersdorfer Politik zu. Die SPÖ wartet geduldig. Ob man tatsächlich zum Zug kommt, wird das Krisenmanagement in der Dreierkoalition zeigen.