Erstellt am 07. Februar 2018, 02:13

von Susanne Müller

Klingt trotzig und eigennützig. Susanne Müller über den Rücktritt von Wolfgang Zistler.

Es ist noch kein Jahr her, da war Wolfgang Zistler in einer Kampfabstimmung gegen Werner Herbert angetreten. Damals hat er sein Ziel, ihn als FP-Bezirksparteiobmann abzulösen, mit einer knappen Mehrheit erreicht.

Danach war offenbar Aufgaben-Teilung angesagt: Herbert war als Spitzenkandidat für den Nationalrat gereiht, Zistler für den Landtag. Dass sich bei Letzterer ein Grundmandat für die FPÖ im Bezirk wohl nicht ausgehen würde, war absehbar. Dass Platz 20 auf der Landesliste auch nicht für den Einzug in den Landtag reichen würde ebenfalls. Wie sich jetzt zeigt, hatte sich Zistler einen besseren Platz auf der Landesliste erwartet. So weit, so gut.

Nun, da die Rechnung nicht aufgegangen ist, gleich ganz auf die Bezirkspartei zu pfeifen, lässt ihn aber in keinem guten Licht dastehen.

Eine solche Reaktion klingt nicht nach einer reifen, überlegten Entscheidung eines Politikers, dem die eigene Partei am Herzen liegt. Es klingt vielmehr trotzig und beleidigt. Und es klingt nach jemandem, den in Wahrheit eigennützige Motive antreiben.