Baden

Erstellt am 09. August 2016, 04:20

von Alexander Wastl

Ab 2020 darf man träumen. Alexander Wastl, über die Entwicklung von Felix Auböck.

Haarscharf um nur neun Hundertstelsekunden verpasste Felix Auböck den Semifinaleinzug über 200 Meter Kraul – da half auch ein neuer österreichischer Rekord nichts. Ein Zeichen der extrem hohen Qualität des Teilnehmerfeldes bei den Olympischen Spielen in Rio.

Dennoch konnte der Bad Vöslauer mit einem Grinsen im Gesicht aus dem Wasser steigen – zurecht. Der Auftakt über 4oo Meter verlief nicht wunschgemäß, demnach war die glanzvolle Darbietung über 200 Meter eine Genugtuung, die Mut für die abschließenden 1.500 Meter am Freitag macht. Von einem Finaleinzug oder gar einer Medaille zu träumen, wäre ohnedies vermessen. Dafür ist Auböck selbst zu sehr Realist – und vor allem noch jung.

Was nicht ist, kann oder soll aber noch werden. Der erst 19-Jährige will sich mit einer akribischen Karriereplanung an die Weltspitze heranpirschen. Nach drei Jahren in Deutschland, in der Auböck eine beachtliche Entwicklung hinlegte, geht es gleich nach den Spielen in die USA. An der University of Michigan will der junge Schwimmer den nächsten Schritt machen.

Macht der 19-Jährige weiterhin solche Fortschritte, kann nach der heurigen ersten Olympia-Erfahrung schon 2020 in Tokyo bereits von einer Medaille geträumt werden.