Bruck an der Leitha , Schwechat

Erstellt am 10. August 2016, 05:53

von Susanne Müller

Schlichtweg inakzeptabel. Susanne Müller über die neueste Entgleisung von FP-Mandatar Wolfgang Zistler.

Wolfgang Zistler hat es wieder einmal geschafft. Er ist mit seinem „Nazi“-Sager in diversen großen Tageszeitungen gelandet. Der Schwechater FPÖ-Gemeinderat und Bezirksparteiobmann fällt nicht das erste Mal dadurch auf, dass er mit seinen Wortmeldungen weit übers Ziel und die Grenzen der Tolerierbarkeit hinausschießt.
Inhaltlich geht es dabei – wie schon bei vielen seiner Parteikollegen davor – wieder einmal um die Nähe zum Nationalsozialismus.

Nun stimmt es natürlich, dass die Aussage Zistlers in erster Linie eine Solidaritätserklärung mit „seinem“ Präsidentschafts-Kandidaten Norbert Hofer war. Wenn er meint, dass es ihm eine Ehre sei, Nazi genannt zu werden, und er gleichzeitig das österreichische Rechtssystem als „links versifft“ bezeichnet, dann ist das aber mehr als ein Zeichen von Geschmacklosigkeit. Da muss sich Zistler schon den Vorwurf gefallen lassen, dass er sich durchaus bewusst im Ton vergreift, um zu provozieren. Ob es sarkastisch gemeint war oder nicht, ist dabei unerheblich. Aussagen wie diese sind schlichtweg nicht akzeptabel.