Erstellt am 04. November 2015, 05:27

von Susanne Müller

Kommune als Auffangnetz. In Bruck übernimmt mit Jahreswechsel wieder die Stadt den Service „Essen auf Rädern“. Allerdings tut sie dies nicht etwa, weil man sich davon große Einsparungen erwartet oder weil man mit dem bisherigen Anbieter nicht zufrieden gewesen wäre.

In Bruck übernimmt mit Jahreswechsel wieder die Stadt den Service „Essen auf Rädern“. Allerdings tut sie dies nicht etwa, weil man sich davon große Einsparungen erwartet oder weil man mit dem bisherigen Anbieter nicht zufrieden gewesen wäre. Bisher wurde „Essen auf Rädern“ vom Hilfswerk durchgeführt. Die Organisation stellt den Service mit Ende des Jahres ein, weil er nicht kostendeckend ist. Der Sparstift macht auch vor den sozialen Organisationen nicht Halt. Von einem Gerangel um den Lieferservice, wie er vor 13 Jahren herrschte, politische Gefechte inklusive, kann heute keine Rede mehr sein.

Anders als das Hilfswerk dürfte die Gemeinde Synergie-Effekte nützen können, indem sie die Mitarbeiter neben dem Lieferservice auch für andere Aufgaben einsetzen kann. Erste Kalkulationen dürften positiv ausgefallen sein. Die Stadt fungiert also einmal mehr als Auffangnetz, um zu verhindern, dass ältere und kranke Bürger durch eine Sparmaßnahme draufzahlen. Zum Glück, für die Kommune dürfen eben nicht nur die nackten Zahlen zählen.