Erstellt am 05. Juli 2017, 01:39

von Gerald Burggraf

Nach heißer Luft der Cooldown. Gerald Burggraf über die verhärteten Fronten um EVN-Projekt.

Ein Biomasse-Heizwerk direkt neben einer Wohnsiedlung kommt gar nicht infrage – zumindest wenn es nach den Schwechater Stadtparteien geht. Die EVN betont, dass man noch gar keine Entscheidung bezüglich des Standortes getroffen hat.

Vor allem bei der SPÖ ist man sich hierbei aber nicht so sicher. Daher hielt man vergangene Woche auf Verdacht eine Anrainerinfo in der Reitbahngasse ab. Vordergründig wollte man die Bewohner auf den aktuellen Stand bringen und dennoch schwang in der dazugehörigen Presseaussendung eine gehörige Portion frontaler Kritik gegenüber der EVN mit.

So ärgert sich Bürgermeisterin Karin Baier etwa über das fehlende Interesse des Energieversorgers an einer Kommunikation. Dort hält man jedoch fest, dass es laufende Gespräch mit Vertretern der Stadtgemeinde gebe. Wer recht hat, ist letztlich egal, denn augenscheinlich reden beide aneinander vorbei.

Die neue Variante der EVN birgt neues Gesprächspotenzial. Das sollte auch genutzt werden, denn Alleingänge sind von Natur aus kontraproduktiv.