Erstellt am 06. Januar 2016, 05:48

Symbol für die „Kooperation“. Susanne Müller über die Bahnhof-Debatte zwischen Bruck und Bruckneudorf.

Seit Jahren drängt Bruckneudorf darauf, dass der Brucker Bahnhof umbenannt wird. Weil er nun einmal in Bruckneudorf ist und nicht in Bruck. Ein Doppelname sollte als Kompromiss die Namensdebatte beenden. Einzige Bedingung der ÖBB: Beide Gemeinden müssen zustimmen – und Bruck verweigert die Zustimmung. Bei aller nachbarschaftlichen Freundlichkeit spürt man mittlerweile deutlich den Ärger darüber, dass man im Bemühen um eine echte Kooperation zwischen den beiden Gemeinden nicht vom Fleck kommt.

In Bruck macht das Thema ein ganzes Kapitel des Stadterneuerungskonzepts aus. Immerhin bilden die Ortsgebiete de facto eine Einheit. Durch Kooperationen könnten Synergie-Effekte genutzt werden. Geht es aber an konkrete Umsetzungen, verzetteln sich die handelnden Personen, bremsen und verzögern. Unterm Strich bleibt von den hohen Zielen kaum etwas übrig. Die Bahnhof-Debatte ist ein Detail, aber ein Detail, das sehr deutlich zeigt, wie es um die Beziehung zwischen Bruck und Bruckneudorf tatsächlich bestellt ist.