Erstellt am 19. Mai 2016, 00:04

von Susanne Müller

Vereinte Kräfte als starkes Signal. Susanne Müller über die Flaute im Windpark-Ausbau.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Windenergie durch das Ökostromgesetz ins Stocken gerät. Vor der letzten Ausbauwelle in der Region waren die Betreiber schon einmal jahrelang in die Warteposition gezwungen.

Als die Rahmenbedingungen wieder passten, folgte promt der Ausbau-Boom. Insgesamt 41 neue Anlagen kamen allein 2015 in Höflein, Bruck, Göttlesbrunn und Trautmannsdorf dazu. In Summe zählt der Brucker Bezirk derzeit mehr als 170 Windkraftanlagen.

Doch damit dürfte bis auf weiteres auch der Schlusspunkt im Ausbau-Boom erreicht sein. Für die fertig geplanten Windparks in Sommerein und Au und für eine weitere Anlage in Scharndorf, allesamt bereits genehmigt, fehlt jetzt das Geld.

Die Hürde ist einmal mehr das geltende Ökostromgesetz. Dass die Bürgermeister deshalb auf die Barrikaden steigen, ist also höchst an der Zeit. Die Ortschefs haben zwar direkt freilich keinen Einfluss auf eine Novellierung des Gesetzes. Mit vereinten Kräften können sie aber sehr wohl Einfluss auf die Vertreter ihrer Fraktionen im Parlament nehmen.