Erstellt am 22. September 2015, 15:22

von Susanne Müller

Zivilcourage ist ein hohes Gut. Susanne Müller über die Brucker Flüchtlingshelfer.

Schon von Anfang an hatte sich Bruck als eine jener wenigen Gemeinden hervorgetan, die sich aktiv für Flüchtlinge einsetzten. Was sich seit der Vorwoche im Pfarrhof abgespielt hat, setzt all dem noch einmal die Krone auf. In einem binnen zwei Stunden eingerichteten Notquartier wurden 128 Menschen versorgt. Familien mit kleinen Kindern, die nach wochenlanger Flucht ausgehungert waren und sich vor Erschöpfung kaum mehr wach halten konnten, wurden einfach von Privatpersonen nach Bruck geholt.

Gabriele Jüly und ihre Mutter Annemarie brachten den Stein ins Rollen und lösten damit eine beispiellose Welle der Hilfsbereitschaft aus. Den Bruckern ist angesichts der nationalen und internationalen Überforderung der Kragen geplatzt. Sie nahmen das Zepter selbst in die Hand und fragten niemanden nach Erlaubnis, ob sie hilfsbedürftigen Menschen helfen dürfen. Sie taten es einfach.

Zivilcourage wie diese ist in der heutigen Zeit selten geworden. Für die Helfer ist das Lächeln der dankbaren Kinder der Lohn für ihren Einsatz. Bruck kann stolz sein, solche Bewohner zu haben.