Erstellt am 03. Januar 2018, 09:15

von Susanne Müller

Jetzt startet die heiße Phase. Die Parteien setzen im Bezirk unter anderem auf die Themen Verkehr, Sicherheit und leistbares Wohnen.

Statt mit Baden oder Mödling bildet der neu geschaffene Bezirk Bruck/Schwechat ab 1. Jänner 2017 mit Gänserndorf einen Wahlkreis bei Nationalratswahlen.  |  NÖN

Mit dem neuen Jahr startet auch die intensive Phase des Wahlkampfs für die Landtagswahl. Während sich vor Weihnachten noch alle Parteien zurückgehalten haben, darf man jetzt wohl damit rechnen, dass die kurze Zeit bis zur Wahl am 28. Jänner auch entsprechend genutzt wird, um Kandidaten, Ziele und Schwerpunkte bekannt zu machen.

Gerhard Schödinger (ÖVP) hat wohl die größten Chancen, weiterhin im Landtag zu sitzen.  |  NOEN

Im Bezirk haben ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grüne und NEOS Wahlkreislisten abgegeben.

Bei der ÖVP führt Gerhard Schödinger, der bei der letzten Sitzung des Landtags vor Weihnachten als Landtagsabgeordneter angelobt wurde, als Spitzenkandidat die Liste an. Er hat bereits eine Reihe von Themen präsentiert, um die er sich als Abgeordneter, so er denn Ende Jänner wieder in den Landtag einzieht, kümmern will. Ganz vorne stehen dabei die Themen Sicherheit, Arbeitsplätze und Verkehr. „Hier setze ich darauf, den öffentlichen Verkehr für die Leute attraktiver zu machen“, so Schödinger. Freilich seien aber auch Verkehrswege für den Individualverkehr nicht zu vernachlässigen.

Die Spitzenkandidaten stehen fest

Das Grundmandat dürfte der ÖVP sicher sein. Ganz fix ist der Platz im Landtag für Schödinger dennoch nicht. Immerhin hat die ÖVP ja wieder die Devise ausgerufen: Wer mehr Vorzugsstimmen erreicht, gewinnt. Somit könnte ihm noch ein innerparteilicher Konkurrent gefährlich werden. Und da gibt es mehrere, die es darauf anlegen.

Bei der SPÖ steht mit Gerhard Razborcan ein bisheriger Landtagskandidat auf Platz eins. Die Chancen, dass er wieder in den Landtag einziehen wird, stehen allerdings nicht ganz so gut. Schließlich war der Langzeit-Mandatar bisher immer über die Landesliste gewählt worden, auf der er dieses Mal nicht aufscheint (die NÖN berichtete). Dafür findet sich SPÖ-Regionsgeschäftsführer Rainer Windholz an wählbarer Stelle auf der Landesliste.

Thematisch setzt der Bezirksspitzenkandidat Razborcan auf leistbares Wohnen und eine sinnvolle Verkehrspolitik. So fordert er eine Widmungskategorie „Gemeinnütziger Wohnbau“ sowie eine Entrümpelung der Bauordnung und einen Ausbau des öffentlichen sowie des Individualverkehrs. Neben dem 365-Euro-Jahresticket unterstützt er auch den Bau der Ortsumfahrungen „B60/B10“ sowie Zwölfaxing.

Darüber hinaus gehen aus dem Wahlkreis Bruck die FPÖ mit Spitzenkandidat Wolfgang Zistler, die Grünen mit Brigitte Krenn und die NEOS mit Christoph Mautner-Markhof an den Start.