Erstellt am 02. Oktober 2015, 06:42

von Susanne Müller

Lehrgeld ist bezahlt. Angesichts des schlechten Zustands der Bäume am Raiffeisengürtel soll hier eine andere Baumart gepflanzt werden.

Die Bäume am Raiffeisengürtel sind großteils in einem sehr schlechten Zustand. Der Europäische Spitzahorn soll daher auf der Alten Wienerstraße nicht mehr die erste Wahl sein. Welche Bäume dort gepflanzt werden, soll Ende Oktober entschieden werden.  |  NOEN, Foto: Müller

Wir finden das sehr schade“, so Grüne-Sprecher Roman Kral. Die Grünen hatten seinerzeit schon Bedenken geäußert, ob der europäische Spitzahorn als Baum für den Straßenraum geeignet wäre. Die Entscheidung fiel damals aufgrund einer Empfehlung aus Wien. „Wie schlecht es den Bäumen geht, das sieht jeder. Und das, obwohl wir mit der Firma Jakl einen Profi mit der Pflanzung und Anwuchspflege beauftragt hatten“, so Kral, der auch betont, dass die letzten Winter nicht besonders streng waren und dementsprechend weniger Salz gestreut wurde.

„Man sieht deutlich, welches Problem die Bäume am Raiffeisengürtel haben. Experten führen die Schäden auf die Salzstreuung zurück“, so Kral. Es gäbe zahlreiche andere Baumarten, die wesentlich besser für den Straßenraum geeignet wären. „Als Positivbeispiel sieht man dazu die Platanen auf der Höfleinerstraße“, so Kral, aber auch andere Bäume würden sich eignen. Da demnächst die Entscheidung für die Baumpflanzungen auf der Alten Wienerstraße zu treffen sein wird, warne er eindringlich davor, denselben Fehler wie beim Raiffeisengürtel wieder zu machen.

Das will offenbar auch die Stadtregierung vermeiden. „Wir haben die Anregung von Roman Kral aufgenommen und bereits entsprechende Schritte in die Wege geleitet“, betont SP-Vizebürgermeister Gerhard Weil. Die Bäume sind mittlerweile von zwei Experten untersucht worden. „Das Ergebnis wird uns in den nächsten Tagen präsentiert. Die Experten sollen uns dabei auch eine Baumempfehlung für die Pflanzungen auf der Alten Wienerstraße aussprechen“, so Weil, der aber betont, dass man sich auch beim Raiffeisengürtel vorab eingehend informiert und beraten lassen habe. „Nun stellt sich heraus, dass die Bäume offenbar doch nicht ideal waren. Die genaue Ursache will ich hier jetzt nicht bewerten“, so Weil.