Bruck an der Leitha

Erstellt am 03. August 2016, 05:28

von Susanne Müller

Stadt schlägt Platz im Bruckmühlpark vor. Gemeinde spricht sich einhellig gegen Standort im Stadtgraben aus und unterbreitet nun ihrerseits einen Vorschlag.

Die Apsis der Martinskirche stammt aus dem 9. Jahrhundert und könnte – abgetragen und wieder aufgebaut – für Besucher zugänglich gemacht werden.  |  NOEN, Müller

Die archäologischen Grabungen am „Nova“-Gelände haben Überreste der mittelalterlichen Martinskirche in erstaunlich gutem Zustand zutage gefördert. Vom Obmann des Museumsvereins, Kurt Helmreich, kam dazu in der Vorwoche der Vorschlag, die Mauerteile der Apsis in den Stadtgraben zu übersiedeln, um sie für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen (die NÖN berichtete).

Bei der Stadtführung löste diese Idee wenig Begeisterung aus, schließlich hat man für den Stadtgraben schon andere Pläne – wenngleich diese auch derzeit auf Eis liegen.

Offen für derartige Pläne

SP-Bürgermeister Richard Hemmer versprach aber, sich mit den Fraktionssprechern von ÖVP, FPÖ und Grünen Gedanken über einen alternativen Standort zu machen. Und es liegt auch bereits ein Vorschlag am Tisch, für den sich alle Fraktionen erwärmen konnten: Eine Fläche im Bruckmühlpark, die „groß genug wäre und aus meiner Sicht gut dafür geeignet wäre.

Alle Fraktionen haben bereits ihre Zustimmung gegeben“, so Hemmer, der die bevorstehende Bauverhandlung für das Wohnbau- und Business-Projekt am „Nova“-Areal dafür nutzen will, dem Eigentümer und Bauwerber den Vorschlag zu unterbreiten. Denn, so stellt Hemmer gleich klar: „Voraussetzung ist, dass der Gemeinde dadurch keine Kosten entstehen und dass es technisch möglich ist.“

Eigentümer Saad-el-Din H. Abdou von „Vier Dimensionen Immobilien“ hatte sich schon in der Vorwoche im NÖN-Gespräch grundsätzlich offen für derartige Pläne gezeigt.

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