Moosbrunn , Gramatneusiedl

Update am 05. April 2017, 10:27

von APA Red und Susanne Müller

Kinder entdeckten beim Spielen menschliche Knochen. Menschliche Knochen in einem Waldstück in Moosbrunn (Bezirk Bruck) haben am Dienstagnachmittag für Aufregung gesorgt.

DIe beiden Buben fanden beim Steckerlsuchen am Spielplatz menschliche Knochen.  |  privat

Die Knochen stammten von einem Friedhof, teilte Raimund Schwaigerlehner von der Landespolizeidirektion NÖ am Mittwoch mit. Der Sachverhalt sei rasch geklärt worden.

Bei der Polizeiinspektion Gramatneusiedl war am späten Dienstagnachmittag die Anzeige erstattet worden. Zu den Erhebungen rückte auch die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes NÖ aus.

„Auf einmal kamen Elias und Niko mit einem Knochen zu uns gelaufen“Die Mutter der Kinder, die die Knochen fanden

Festgestellt wurde laut Schwaigerlehner nicht nur, dass die Knochen von verschiedenen Personen stammten, sondern auch, dass die Gemeinde in dem Waldstück die - an sich gesiebte - Erde vom Aushub eines Friedhofs aufgebracht hatte.

„Wir fahren mit unseren Kindern immer zu diesem Spielplatz, weil das einfach ein riesiger schöner Spielplatz ist. Wir haben uns dort mit Freunden getroffen“, erzählt die Mutter der Kinder (8 und 6 Jahre). „Auf einmal kamen Elias und Niko mit einem Knochen zu uns gelaufen“, so die Gramatneusiedlerin.

Im ersten Moment hätte sie das nicht so ernst genommen, als die Kinder dann aber plötzlich einen zweiten Knochen brachten, der noch in einem Strumpf steckte, schrillten bei ihr die Alarmglocken. „Ich habe mir von den Kindern die Stelle zeigen lassen, an der sie die Knochen gefunden haben und dort auch noch einen Schädel entdeckt. Dann habe ich sofort die Polizei verständigt“, erzählt die Mutter.  Kurze Zeit später sei das Landeskriminalamt vor Ort gewesen, habe den Bereich abgesperrt und alles abgesucht.

Moosbrunns Bürgermeister Gerhard Hauser bestätigte im Gespräch mit der NÖN, dass die Knochen wohl in Folge von Grabungsarbeiten am Friedhof in das Waldstück gelangt seien. Bei Aushubarbeiten im heurigen Winter seien anscheinend Knochenteile mit ausgehoben und übersehen worden. Nachdem die aufgegrabene Stelle am Friedhof wieder zugeschüttet worden war, wurde die übriggebliebene Erde damals in das Waldstück gebracht. „Die Erde wurde während einer Frostperiode ausgehoben. Aufgrund der damaligen Witterung konnte sie nicht ausgesiebt werden“, erklärt Hauser, und fügt hinzu: „Trotzdem sollte so etwas natürlich nicht passieren.“