Erstellt am 23. Dezember 2015, 05:33

von Susanne Müller

Museum: Vertrag mit Schutz für Anrainer. Die Gemeinde hat den Mietvertrag mit dem Museumsverein beschlossen. Klausel soll Lärmbelästigungen verhindern.

Der Vertrag zwischen Gemeinde und Museumsverein wurde einstimmig abgesegnet. Derzeit wird im ehemaligen Bezirksgerichtsgebäude an einer Gesamtbefundung durch das Bundesdenkmalamt gearbeitet  |  NOEN, Burggraf

Von Anfang an hatten die Anrainer des ehemaligen Bezirksgerichts und Rathauses in der Stefaniegasse die Pläne für ein neues Zeitgeschichte-Museum mit einiger Skepsis verfolgt. Insbesondere die geplanten Veranstaltungen im Innenhof hatten den Bewohnern der Wohnhaus-Anlage Johngasse die Sorgenfalten auf die Stirn getrieben. Immerhin sind ihre Fenster direkt in den Hof des Alten Rathauses gerichtet.

Jede Lärmentwicklung dringe durch den Gebäudetrichter doppelt so laut in ihre Wohnungen, gaben die Anrainer dem Museumsverein und auch der Gemeinde zu bedenken. Zuletzt waren deshalb die Pläne für den Zubau und die Veranstaltungen des Vereins abgeändert worden .

Nun lag der Mietvertrag für das Gebäude dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vor. Der Erstentwurf hatte dem Museumsverein bei der Abhaltung von Veranstaltungen freie Hand gelassen. Auch die Einrichtung eines Gastro-Betriebes im Museum wurde von der Gemeinde ausdrücklich genehmigt.

Grund zur Sorge für Anrainer

Einmal mehr Grund zur Sorge für die Anrainer. Grün-Gemeinderat Roman Kral appellierte daher an SP-Stadtchef Richard Hemmer, eine entsprechende Klausel zum Schutz der Anrainer in den Vertrag zu nehmen.

„Bei Nutzung der Freiflächen hat die mietende Partei dafür zu sorgen, dass keine unangemessenen Lärmemissionen entstehen und dadurch Interessen der Anrainer beeinträchtigt werden“, lautet nun der Passus im Vertrag.

Bundesdenkmalamt arbeitet an Befund

„Danke, dass das so gut funktioniert hat. Binnen weniger Stunden war die Formulierung fertig, die den Vertrag nun für alle Beteiligten deutlich besser macht“, zeigte sich Kral bei der Sitzung überzeugt. Der Vertrag wurde schließlich einstimmig abgesegnet und hat somit bereits Gültigkeit. Die Gemeinde verzichtet demnach bis zum Jahr 2045 auf eine Kündigung.

Derzeit wird im künftigen Museum bereits an einer Gesamtbefundung durch das Bundesdenkmalamt gearbeitet.