Erstellt am 04. Februar 2016, 04:03

von Susanne Müller

Narrenhauptstadt geht auf Zeitreise. Die Brucker Faschingsgilde liefert unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“ ein Feuerwerk der Unterhaltung ab.

Der letzte gemeinsame Gardemarsch der Gardemädchen Sabine Hackl, Lisa Marie Dormayer, Tina Gusenbauer, Daniela Jahn, Conny Eisen, Andrea Posch, Petra Swoboda und Marie-Theres Unger und der Jungmädchengarde Nina Wallner, Irene Fehringer, Lena Ott, Nina Ott, Kerstin Resch, Nadine Resch, Katharina Riesner, Julia Vida und Amelie Zemann sowie (nicht am Foto) Helene Grießmüller.  |  NOEN, Müller

Man ist nicht alle Tage Landesnarrenhauptstadt. Das haben sich die Mitglieder der Brucker Faschingsgilde wohl bei den Vorbereitungen zu den diesjährigen Faschingssitzungen gedacht – und sich daher besonders ins Zeug gelegt. Seit Freitag ist Ferdl III. Ferdinand Krakhofer im Besitz der Schlüssel zu den Gemeindehäusern in Bruck und Bruckneudorf und regiert als Faschingsbürgermeister.

„Ich bildete mir bis vor Kurzem ein, dies würde mein letzter Fasching sein. Doch seit es in Bruck das neue Rathaus gibt, hab ich mich gleich in dieses verliebt“, verwies Ferdl bei der Schlüsselübergabe auf sein Alter, versprach den beiden echten Bürgermeistern aber: „In den nächsten Tagen will ich weder ruhen noch rasten, und euch nach Kräften entlasten.“

Bruckneudorfs Bürgermeister Gerhard Dreiszker meldete sich freiwillig für ein paar Tage ab, denn: „Jetzt kommt normal die Stelle, an der es etwas Lustiges zu sagen gilt, aber ich hatte im letzten Jahr nicht viel zu lachen.“ Zwar ungern, aber doch, übergab auch Brucks Stadtchef Richard Hemmer den Rathaus-Schlüssel und sicherte dem Faschingsbürgermeister für seine alten Tage einen Platz im betreuten Wohnen in der Burg zu.

Mädchengarde begeistert zum letzten Mal

Tatsächlich zum letzten Mal begeisterte die Mädchengarde das Publikum mit ihren Showtänzen. Ab kommendem Jahr überlassen die langjährigen Gardemädchen der Jungmädchengarde allein die Bühne. Letztere erhielten für ihren Einsatz das silberne Ehrenzeichen des Bundes Österreichischer Faschingsgilden von Landesobernarr Alfred Kamleitner verliehen. Den Bundesverdienstorden überreichte er an das Faschingsprinzenpaar Lisa-Marie I. und Swen I. sowie an Gardetrainerin Sabine Hackl.

Bei insgesamt fünf Sitzungen sorgen die Mitglieder der Brucker Gilde heuer dafür, dass die Besucher in der närrischen Zeit auch so richtig etwas zu lachen haben. Mit vollem Körpereinsatz dabei sind etwa Andreas Jahn und Manuel Eisen als lustige Zauberer in „Double Trouble“. Für sportliche Einlagen des Publikums ebenso wie für reichlich Lacher sorgen etwa Ilona Vymetal und Renate Muhr als alternde „Ilo und Reni“, bevor sich Walter Reiner in die Arztpraxis von Gerhard Weil und Lisa Marie Dormayer verirrt.

Tolle Show: "Mystery Flash Lighters"

Eine Show, bei der vielen Gästen der Mund offen blieb, lieferten dann die „Mystery Flash Lighters“ Manuel Eisen, Markus Heueisen, Andreas Jahn, Dominik Muhr, Dominik Stuhl, Swen Tesarek und Manuel Weil ab. Rund 2.000 Arbeitsstunden hatten sie vorab in die Vorbereitung ihres leuchtenden Auftritts investiert. Die Brucker Bühne entführt heuer, wie das Motto der gesamten Sitzung, „Zurück in die Zukunft“ – und ruft dafür noch einmal die Ex-Bürgermeisterinnen Christa Vladyka und Gerlinde Weiss in Erinnerung.

Für Lachsalven sorgen schließlich Swen Tesarek beim Sprachunterricht „Eulish 2.0“ oder auch die Eheberatung mit drei Mal Vymetal, nämlich Gildenvizepräsident Christian Vymetal mit seiner Schwester Ilona, mit der er Eheberater Manfred Vymetal zum Staunen bringt. Unterhaltsame Fixpunkte wie die Stadtreiniger und das Männerballett stehen freilich ebenfalls am Programm.