Erstellt am 24. Februar 2016, 05:44

von Gerald Burggraf, Raimund Novak und Benjamin Mühlbacher

Pröll gibt grünes Licht für Umfahrung. Landeshauptmann gibt Planungen für Straße ohne Bahntrasse in Auftrag. Betroffene Bürgermeister sind erfreut.

Die Umfahrungsstraße kommt. Dazu passend die NÖN-Online-Umfrage: Soll die B60 über eine neue Trasse geführt werden?  |  NOEN, Foto: ÖBB

Jetzt ist es offiziell: Die Umfahrungsstraße von Fischamend nach Götzendorf kommt auch ohne ÖBB-Spange. Wie bereits des Öfteren berichtet, ist die Verbindungstrasse von der S7-Strecke zur Ostbahn für die Bundesbahn kein Thema mehr.

x  |  NOEN, Foto: ÖBB

Mit dem 160-Millionen-EuroProjekt, welches nach ursprünglichen Plänen bereits seit dem Vorjahr fertiggestellt sein sollte, war auch stets eine parallel verlaufende Umfahrungsstraße vorgesehen. Mit dem Aus der ÖBB-Spange stand auch dieses Vorhaben auf der Kippe.

Doch die von einer Umfahrung profitierenden Gemeinden Fischamend, Kleinneusiedl, Enzersdorf, Schwadorf und Götzendorf pochten auf die Umsetzung. Bis Mitte des vergangenen Jahres zierte sich jedoch das Land. Man verwies darauf, dass Bahntrasse und Straße als ein Projekt eingereicht wurden und daher die ÖBB das Vorhaben erst zurückziehen müsse.

 „Es ist wichtig, dass es jetzt losgeht“

Dies dürfte nun auch geschehen sein, eine Bestätigung seitens der Bahn gibt es auf NÖN-Anfrage nicht. Am Wochenende gab Landeshauptmann Erwin Pröll (VP) jedoch bekannt, dass er den NÖ Straßendienst mit den Planungen für eine Umfahrungsstraße beauftragt habe. „Eine Entlastung der Bevölkerung vom vermeidbaren Durchzugsverkehr soll nicht vom Bau der Bahnspange abhängen“, so Pröll. Miteinbezogen werden sollen auch die Gemeinden.
 


In Enzersdorf ist Bürgermeister Markus Plöchl (VP) froh, dass es nun so schnell ging: „Es ist wichtig, dass es jetzt losgeht.“ Auch sein Fischamender Amtskollege Thomas Ram (Gemeinsam für Fischamend) ist erfreut: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bald konkrete Pläne erarbeiten können. Die Gespräche laufen sehr gut.“
Schwadorfs Ortschef Jürgen Maschl (SP) betont, dass bei der Planung aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens auf der B10 (12.000 Fahrzeuge täglich) seine Gemeinde der erste Ansprechpartner sein sollte.

Dieser Meinung schließt sich auch Manfred Peter, Sprecher der Bürgerinitiative „Schwarau“, an. Er meinte außerdem: „Eine Zusage ist noch keine Umsetzung. Die Frage ist, wie rasch das Projekt umgesetzt werden kann.“