Erstellt am 24. November 2015, 03:43

von Susanne Müller

Psychosoziale Hilfe unter einem Dach. Club der Psychosozialen Zentren und IBZ haben neue gemeinsame Räumlichkeiten im Mittheiss Business Center bezogen.

Der Club und das IBZ sind in die neuen Räumlichkeiten in der Wienergasse eingezogen. Am Foto: Richard Hemmer, Sabine Simonich, Anton Tölk, Martin Kaukal, Bruno Fischer, Kornelia Rainer-Schröder und Elisabeth Gundendorfer.  |  NOEN, Müller

Es ist ein Zusammenschluss, der beiden Seiten nutzt: Der Club der Psychosoziale Zentren GmbH (PSZ) und das Informations- und Beratungszentrum (IBZ) haben im Mittheiss Business Center in der Wienergasse eine neue, gemeinsame Heimat gefunden. Damit befindet sich nun der Club unter einem Dach mit dem Psychosozialen Dienst, der Suchtberatung, dem Projekt KIPKE und der Arbeitsassistenz, die bereits seit Juli an diesem Standort sind.

Nun sind somit alle Leistungen der Psychosozialen Zentren an einem Standort vereint. Der Club dient seit 1998 in Bruck als Treffpunkt für Menschen, die infolge schwerer psychischer Erkrankungen Unterstützungsbedarf haben. Die Clubbesuche strukturieren den Alltag, ermöglichen soziale Kontakte und Freundschaften und wirken der Isolation entgegen, die mit psychischen Erkrankungen oft einhergeht.

„Der Club war in den letzten Jahren sehr gut besucht, wodurch es in der Burgenlandstraße zu eng geworden ist. Wir haben drei Jahre nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht“, erzählt Fachbereichsleiterin Elisabeth Gundendorfer.

„Jahrhundertchance“ für Standort

Die „Jahrhundertchance“ habe sich dann über Anton Tölk, den regionalen ärztlichen Leiter des PSZ, in der Wienergasse ergeben. Allerdings wären die Räume für das PSZ alleine doch etwas zu groß gewesen. „Gemeinsam mit dem IBZ passt es aber gerade“, so Gundendorfer.

Das IBZ, das es bereits seit 1999 in Bruck gibt, erhofft sich vom räumlichen Zusammenschluss auch eine engere Kooperation mit dem PSZ. Doppelten Dank sprach Leiterin Kornelia Schröder-Rainer Brucks SP-Bürgermeister Richard Hemmer aus, der nicht nur seinerzeit bei der Gründung des IBZ unterstützte, sondern auch jetzt beim Umzug.

„Als Stadt, die wert darauf legt, eine soziale Stadt zu sein, ist das für uns eine schöne Sache. Als zweifachen Geburtshelfer freut es mich besonders, dass der Zusammenschluss gelungen ist“, betonte Hemmer bei der Eröffnung. „Ich freue mich sehr, dass es in Bruck eine Anlaufstelle für Menschen gibt, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden“, hob SP-Sozialstadträtin Sabine Simonich auch die Wichtigkeit des kostenlosen Angebots von psychologischen Beratungen hervor.

Als „Vorreiter im psychosozialen Bereich“ lobte schließlich PSZ-Geschäftsführer Martin Kaukal die Stadt Bruck: „Es ist selten, dass das Thema Psychiatrie in einer Gemeinde so gut aufgenommen wird.“