Erstellt am 30. Dezember 2015, 05:43

von Susanne Müller

Rathaus ist jetzt ein Prunkstück. Die Übersiedelung beginnt am 13. Jänner. Die NÖN hat bei einem Rundgang durchs Gebäude erste Eindrücke gesammelt.

 |  NOEN, Müller

Was lange währt, wird endlich gut. Das Rathaus ist fertig. Ziemlich genau zwei Jahre nachdem die 25 Gemeinde-Bediensteten vom Hauptplatz in die Container in der Feldgasse übersiedelt sind, ist nun der Umbau abgeschlossen. „Am 13. Jänner wird der Stecker gezogen“, nennt SP-Vizebürgermeister Gerhard Weil den Stichtag für die Rückübersiedelung ins eigentliche Rathaus, wo über Nacht die ersten Computer online gehen sollen. Und das spielt nun tatsächlich alle Stückerln.

„Ja, es ist echt gut geworden“, ist auch Stadtamtsdirektor Matthias Hirschmann vom Ergebnis begeistert. Als Leitthema ziehen sich die Stadtfarben, abgeleitet von der neuen Stadtmarke, durch das gesamte Gebäude, in dem die Verbindung von historischer Bausubstanz mit modernen Akzenten gelungen ist. „Der größte Einschnitt war mit Sicherheit der Glasbauteil“, so Hirschmann.

„Das Rathaus war das größte Investitionsprojekt in
der Geschichte unserer Stadt.“
SP-Bürgermeister Richard Hemmer

Doch auch dort finden sich Reste aus der Geschichte des Gebäudes, etwa ganz prominent in der Bürgerservice-Stelle im Erdgeschoß, wo man noch einen Blick auf das historische Kellergewölbe werfen kann. Dort sind nun vier Arbeitsplätze eingerichtet. „Der Großteil der Anliegen soll schon hier abgewickelt werden. Nur noch spezielle Themen werden an die Fachabteilungen weitergereicht“, so Weil. Barrierefrei erreichbar ist jedoch nicht nur die Bürgerservice-Stelle, sondern das gesamte Rathaus.

 



Hauptplatzseitig fallen besonders der neue Repräsentationsraum und die künftige Stadtbücherei ins Auge. Aber auch der Innenhof ist nun wesentlich mehr als nur eine Freifläche. An mehreren Stellen können große Sonnenschirme angebracht werden. „Dadurch bekommt der Innenhof Wohnzimmer-Charakter“, so Hirschmann. Gemeinsam mit dem Cateringraum sorgt dies dafür, dass der Hof vielseitig genutzt werden kann.

Auch die Arbeitsbereiche der Mitarbeiter sind nun so angelegt, dass der „Informationsfluss in und zwischen den Abteilungen gewährleistet ist“, so Hirschmann. Die Buchhaltung ist nun etwa in einem modernen Gruppenraum-Büro untergebracht, bei dem die einzelnen Büros durch Glaswände abgetrennt sind – und zwar dort, wo sich früher der dunkle Sitzungssaal befand. „Dieser Bauteil ist überhaupt nicht wiederzuerkennen“, so Hirschmann.

Im hinteren Gebäudeteil sind bereits fast alle Flächen vermietet. Dort werden künftig unter anderem die Arztordinationen von Elisabeth Leonardelli und Cornelia Daneschitz zu finden sein sowie die Steuerberatungskanzlei Grant Thornton Unitreu und die S. Arts Schodritz KG.
SP-Bürgermeister Richard Hemmer bedankte sich schon bei der letzten Sitzung des Gemeinderats bei allen Beteiligten. „Das Rathaus war das größte Investitionsprojekt in der Geschichte unserer Stadt. Alle Beschlüsse dafür fielen einstimmig“, so Hemmer. Bei einem Vorhaben, das in Summe 8,8 Millionen Euro kostet, keine Selbstverständlichkeit.