Erstellt am 18. Januar 2016, 09:26

von Otto Havelka

Reiseimpressionen im Zeichen der Toleranz. „Auf den Spuren der römischen Kaiser von Carnuntum“ lautet der Titel einer Ausstellung im Italienischen Kulturinstitut Wien.

Prominente Runde bei der Ausstellungseröffnung im Italienischen Kulturinstitut Wien: Brucks evangelischer Pfarrer Jan Magyar, Adolf Reichel, Bezirkshauptmann Peter Suchanek, Ex-VP-Minister Werner Fasslabend, Art Carnuntum-Gründer Piero Bordin und Martina Fasslabend. Fotos: Havelka  |  NOEN, Havelka
Gründer und Intendant des Kulturvereins „Art Carnuntum“, Piero Bordin, hat eine Mission. Er wird nicht müde, die Kaiserkonferenz in Carnuntum im Jahre 308 als epochales Datum zu proklamieren, da dort der Grundstein für das Ende der Christenverfolgung und die Religionsfreiheit in Europa gelegt worden sei.

Nun machte er sich mit seiner Familie auf die Spurensuche jener vier Kaiser, die damals in Carnuntum tagten: Galerius, Maximinus Daia, Licinius und Konstantin. Eine Fotodokumentation dieser Reise von Nicomedia (Izmit, Türkei) über Thessaloniki (Griechenland) und Carnuntum bis Trier (Deutschland) und York (Großbritannien) wird nun im Rahmen einer Ausstellung im Italienischen Kulturinstitut Wien gezeigt.

Die Ausstellung, die am vergangenen Donnerstag eröffnet wurde, kann bis 5. Februar Montag bis Freitag von neun bis 13 Uhr sowie gegen Voranmeldung besucht werden. Eintritt ist frei.

Hintergrund der Initiative: Bordin will in Kooperation mit den genannten und anderen historischen Stätten eine „Kulturstraße der Toleranz“ quer durch Europa initiieren.

Zum Thema:

  • „Art Carnuntum“ wurde von Piero Bordin gegründet und versteht sich als Verein für Kunst, Geschichte, Theater und Kultur.

  • Internationale Anerkennung erhält Bordin für das jährliche „Welt-Theater-Festival“ im römischen Amphitheater Petronell-Carnuntum.

  • Im November vergangenen Jahres fand im Archäologischen Park Carnuntum ein Internationales Symposium mit Vertretern kulturhistorischer Städte zur Initiative für eine „Europäische Straße der Toleranz“ statt (

    ).

  • Themenbezogene „Kulturstraßen“ werden vom Europarat gefördert. Derzeit gibt es rund 30 solcher „Cultural Routes“ – von den „Mozart-Wegen“ bis zur europäischen Straße der Friedhöfe.