Erstellt am 11. Dezember 2015, 05:18

von Otto Havelka

Späte Rechnung sorgt für politischen Wirbel. Zum Volksschul-Umbau vor drei Jahren wurde nun eine Nachzahlung von 34.000 Euro abgesegnet. Die Opposition läuft Sturm.

Der Umbau der Volksschule sorgt für Diskussion. Eine Nachforderung des Architekten erhitzt die Gemüter.  |  NOEN, Havelka

Vor gut zwei Jahren wurde der Zubau der Volksschule feierlich eröffnet. Seit vergangener Woche sorgt er wieder für Ärger. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde mit den Stimmen von VP und FP eine Nachzahlung an den Architekten Moßburger in der Höhe von 34.000 Euro abgesegnet.

SP und die Bürgerliste Slezak üben scharfe Kritik: Laut Gemeinderatsbeschluss vom April 2012 sind die Planungsarbeiten für den Volksschul-Zubau an Bestbieter Moßburger zu einem Pauschalpreis von 48.000 Euro vergeben worden.

Doch dann lief einiges anders als geplant. Das Land NÖ lehnte die erste Einreichung eines Planes für den Umbau ab. Moßburger musste einen neuen Plan zeichnen – und das unter Zeitdruck, um die Eröffnung des Umbaus im Herbst 2013 realisieren zu können. Laut VP-Bürgermeister Hubert Germershausen habe der Architekt schon damals in einer Vorstandssitzung erklärt, dass deshalb Mehrkosten anfallen würden. „Es ist nicht alles unbedingt glücklich verlaufen“, so Germershausen.

Geörgy Slezak, nunmehr Chef der Bürgerliste Slezak und vormals Mitglied der Bürgerinitiative Bihof (die sich mittlerweile aufgelöst hat) will wissen, dass es schon damals Widerstand gegeben habe. Ein Pauschalpreis sei ein Pauschalpreis. „Wenn der Architekt einen schlechten Plan einreicht, kann er das nicht der Gemeinde verrechnen“, poltert Slezak.