Erstellt am 08. September 2015, 15:02

von Adalbert Mraz

Steinbruch bald im bayerischen Besitz. Rohrdorfer Gruppe schließt Kaufvereinbarung mit Cemex über ihre Betriebe in Österreich und Ungarn ab.

Auch die Abfüllstation des Steinbruchs in Bad Deutsch Altenburg wird den Eigentümer wechseln.  |  NOEN, Mraz

Der Steinbruch am Pfaffenberg in der Marktgemeinde hat eine lange und bewegte Vergangenheit. Von der Familie Franz und Emil Hollitzer gegründet, begann die Firma bereits im Jahr 1906 mit dem gewerbsmäßigen Abbau von Steinmaterial und der Verarbeitung zu Schotter und Kies.

Bis zu 25 Jobs bei Cemex in Bad Deutsch Altenburg

Der Steinbruch Hollitzer wurde 1998 von der damaligen Readymix Kies-Union AG übernommen und ging 2005 im Zuge der Akquisition durch den globalen Baustoffkonzern Cemex an diesen über. Die Aktivitäten der Firma Cemex in Österreich umfassen 24 Sand- und Kieswerke, darunter auch den Steinbruch in Bad Deutsch Altenburg, 34 Transportbetonwerke sowie ein Werk für die Produktion von Zusatzmitteln. Mit einer Produktion von mehr als einer Million Tonnen Kalkstein zählt der Pfaffenberg zu den größten Steinbrüchen in Österreich. Cemex hat rund 480 Beschäftigte, bis zu 25 davon in Bad Deutsch Altenburg.

Wie nun bekannt wurde, hat die Rohrdorfer Gruppe – ein bayerisches Unternehmen der Familie Wiesböck mit Standorten in Bayern, in Westösterreich und in Südtirol – eine Vereinbarung getroffen, der zufolge alle österreichischen und ungarischen Niederlassungen einschließlich den dazugehörigen Geschäftsbereichen von Cemex gekauft werden.

Wettbewerbsbehörde prüft Pläne noch

Mit dem Erwerb dieser Gesellschaft erlangt die Rohrdorfer Gruppe nicht nur eine regionale Erweiterung und eine Stärkung ihres Kerngeschäftes, sondern übernimmt auch erfahrene und gut ausgebildete Mitarbeiter und Führungskräfte.

Bernd Wanivenhaus von der Firma Cemex zum Verkauf: „Für den Standort und die Beschäftigten in Bad Deutsch Altenburg bedeutet das keine Veränderungen. Die Organisation und die Ansprechpartner bleiben gleich.“ Das geplante Übernahmegeschäft wird derzeit von den Wettbewerbsbehörden geprüft. Mit der kartellrechtlichen Genehmigung und dem Abschluss der Transaktion wird im vierten Quartal gerechnet.