Erstellt am 11. November 2015, 05:28

von Otto Havelka

Tauziehen um den Namen des Bahnhofs. Umsteigen / Mit der Fertigstellung des neuen Bahnhofs fordert die Gemeinde auch eine Namensänderung des Verkehrsknotenpunktes. BRUCKNEUDORF / Mit der Verteilung von Gratis-Schokolade haben sich Mitarbeiter der ÖBB am Dienstag bei den Fahrgästen am

Nach Abschluss der Bauarbeiten erstrahlt der Bahnhof Bruck in neuem Glanz.  |  NOEN, Foto: ÖBB

Mit der Verteilung von Gratis-Schokolade haben sich Mitarbeiter der ÖBB am Dienstag bei den Fahrgästen am Bahnhof Bruck für ihr Verständnis während der Bauarbeiten für den neuen Bahnhof bedankt, die nunmehr abgeschlossen sind (siehe unten). Je nach Wetter soll Anfang nächsten Jahres auch die Erweiterung der Park&Ride-Anlagen fertig sein.

Gar nicht süß finden die Bruckneudorfer Gemeindevertreter die Beschilderung auf den Bahnsteigen: „Bruck a d Leitha“. Sie urgieren schon seit Jahren eine Namensänderung der Bahnstation. Schließlich befinde sich der Bahnhof nicht im niederösterreichischen Bruck, sondern im burgenländischen Bruckneudorf. Bislang legte sich aber die ÖBB quer, nicht zuletzt mit dem Hinweis, dass damit europaweit Fahrpläne umgeschrieben werden müssten.
 


Nun spielt die ÖBB den Ball an die Gemeinden zurück. Für eine Umbenennung „bedarf es einer Einigung der Gemeinden“, erklärt ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif. Derzeit bleibe auf jeden Fall die Bahnhofsbezeichnung „Bruck/Leitha“, so Seif.

Denkbar wäre demnach eine Kompromisslösung „Bruck/Leitha – Bruckneudorf“. Diese muss aber erst von den Gemeinderäten am 16. Dezember in Bruck und am 17. Dezember in Bruckneudorf abgesegnet werden.
Auf NÖN.at können Sie dazu abstimmen. Wie soll der Bahnhof heißen? Bruck/Leitha, Bruckneudorf oder Bruck/Leitha–Bruckneudorf?

Zum Thema

• Die Gesamtkosten für die Bahnhofsmodernisierung betragen rund 23 Millionen Euro.
• Das Projekt ist Teil des Übereinkommens über die fahrgastgerechte Umgestaltung von 16 Bahnhöfen und die Errichtung von 29 P&R-Anlagen im Land Niederösterreich zwischen Verkehrsministerium, Land NÖ und ÖBB.
• Wesentliche Neuerungen: Bahnsteighebung für niveaufreies Einsteigen, Überdachung beider Inselbahnsteige, modernes Wegeleitsystem und Monitore, Errichtung eines neuen Personendurchgangs mit 3 Aufzügen, Barrierefreiheit inklusive Blindenleitsystem sowie Errichtung eines Taxistandplatzes, einer Kiss&Ride-Anlage und eines Busbahnhofes.
• Die beiden Park&Ride-Anlagen werden um 344 PKW-Stellplätze und 176 Bike&Ride-Stellplätze erweitert.