Bruck an der Leitha , Schwechat

Erstellt am 27. Juli 2016, 05:20

von Gerald Burggraf und Susanne Müller

Neues Konzept für Donauregion. Entwicklungsstrategie soll für Schub in der Region sorgen. Radfahren und Kultur als ausbaufähige Kernelemente.

Das Angebot „Radfahren im Donauraum“ soll im Rahmen des Entwicklungskonzeptes einem Relaunch unterzogen und weiterentwickelt werden.  |  noen, Engelmayer

In den vergangenen zehn Jahren erfuhr die Tourismusregion Donau Niederösterreich einen enormen Aufschwung. Im Jahr 2006 lag die Zahl der Nächtigungen noch bei etwa 1,35 Millionen, im vergangenen Jahr waren es 1,55 Millionen – eine doch beachtliche Steigerung von immerhin 15 Prozent.

Doch das Potenzial der Region rund um die Donau ist noch nicht erschöpft, ist man in den Reihen der Tourismusverantwortlichen überzeugt. Und das nicht nur in NÖ, sondern auch in den beiden anderen Donau-Bundesländern Wien und Oberösterreich. Daher soll nun bis 2006 ein neues Tourismuskonzept umgesetzt werden.

„Angebote für sportliche Radfahrer, E-Bike-Urlaub oder thematisierte Radreisen müssen vor den Vorhang.“ 

Donau NÖ-Geschäftsführer Bernhard Schröder

Initiiert wurde das Strategiepapier von der Initiative „ARGE Donau Österreich“. Ziel soll sein, eine Internationalisierung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Donauraumes zu erreichen – unter anderem mit einem gemeinsamen Marktauftritt. „Die Donau Niederösterreich ist mit dem Weltkulturerbe Wachau, den renommierten Weingütern und der Kulinarik vor allem auch internationales Zugpferd für Niederösterreich“, betont Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav (VP).

Letztendlich sollen mit dem neuen Konzept die Gäste länger an einem Ort gehalten werden. Auch wenn die bestehenden Tourismusorganisationen WGD Oberösterreich, Tourismusverband Linz, Donau Niederösterreich Tourismus und der Wiener Tourismusverband bereits heute eng zusammenarbeiten, wird eine weitere Intensivierung angestrebt. „Die österreichische Donauraumstrategie kann als zusätzlicher Hebel zur regionalen touristischen Ausrichtung der Region Römerland Carnuntum-Marchfeld gesehen werden“, so Bernhard Schröder, Geschäftsführer der Donau Niederösterreich Tourismus.

Radreisen verstärkt vor den Vorhang

Konkrete Maßnahmen sind vor allem in den Bereichen „Radfahren“ und „Kultur“ geplant. Ersteres soll einem Relaunch unterzogen werden. „Ausgehend von der Stärke des Donauradweges als europaweit erfolgreichstes Radwanderprodukt, gilt es, neue Zielgruppen anzusprechen. Angebote für sportliche Radfahrer, E-Bike-Urlaub oder thematisierte Radreisen müssen verstärkt vor den Vorhang“, merkt Schröder an.

Im kulturellen Segment geht es auch um eine „bessere Vernetzung“, wie der Donau NÖ-Chef erläutert. Mit der neuen Landesgalerie in Krems ab 2017 werde das auch gelingen, ist er überzeugt. „Der besondere Reiz für den internationalen Gast entsteht durch die Kooperation des ländlichen Donauraums mit den Städten entlang abgestimmter Themen und Eventprogramme. Hier bieten wir bereits umfassende Angebote“, unterstreicht Schröder.

Zum Thema

 Die Projektpartner: Initiiert durch die „ARGE Donau Österreich“. Die Auftraggeber sind aus dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Donau Niederösterreich Tourismus, Niederösterreich Werbung, Werbegemeinschaft Donau Oberösterreich Tourismus und Land Oberösterreich.

 Nächtigungen in der Region:  Eckartsau, Fischamend, Hainburg, Haslau-Maria Ellend, Orth, Petronell-Carnuntum und Wolfsthal verzeichneten 2015 insgesamt 113.355 Nächtigungen – ein Plus von 8.643 beziehungsweise 8,25 Prozent gegenüber dem Jahr 2014. Für Schwechat gibt Donau NÖ übrigens wegen des vom Flughafen verfälschten Bildes keine Zahlen aus. Gleiches gilt für Bad Deutsch Altenburg, wo die Nicht-Berücksichtigung durch die überproportionale Zahl der Kurgäste erklärt wird.

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