Trautmannsdorf an der Leitha , Enzersdorf an der Fischa

Erstellt am 06. April 2017, 05:20

von Ines Garherr und Gerald Burggraf

Abfallsammelzentrum: Gemeinde sagt „Ja“. Trautmannsdorf geht nun doch gemeinsamen Weg mit Enzersdorf. Projekt billiger als Sanierung in Stixneusiedl.

Direkt neben dem Umspannwerk der EVN soll das Abfallsammelzentrum für Enzersdorf und Trautmannsdorf entstehen.  |  Burggraf

Lange haben sich die Gemeindeverantwortlichen geziert, doch seit Mittwoch steht fest: Trautmannsdorf entscheidet sich für das gemeinsame Abfallsammelzentrum mit Enzersdorf und gegen die Sanierung des sanierungsbedürftigen Standortes in Stixneusiedl.

Der Beschluss fiel im Rahmen der Gemeinderatssitzung einstimmig aus. VP-Bürgermeister Heinz-Christian Berthold verwies in der Begründung vor allem auf die Kosten: „Eine Sanierung in Stixneusiedl würde uns etwa 70.000 Euro teurer kommen.“ Dass das neue Sammelzentrum vom Abfallverband GABL geführt wird, spare der Gemeinde zudem Verwaltungskosten, da kein personal zur Verfügung gestellt werden muss. „Außerdem wird es im gemeinsamen Sammelzentrum längere Öffnungszeiten geben“, so Berthold.

"Rechtliche Vorarbeiten laufen"

Der Ball liegt nun in Enzersdorf, die finalen Schritte für den geplanten Standort neben dem Umspannwerk kurz vor der Kreuzung B10 und B60 zu setzen. „Die rechtlichen Vorarbeiten laufen. Etwa was Umwidmung, Grundstückstausch oder der Vermessung angeht. Zudem werden wir mit Nägel mit Köpfen mit dem Land bezüglich der Zufahrt machen“, erläutert VP-Ortschef Markus Plöchl. Für das Sammelzentrum soll nämlich eine Abbiegespur auf der B10 entstehen. Dass Trautmannsdorf nun doch an Bord ist, freut Plöchl.

Erleichtert ist auch GABL-Geschäftsführer Raimund Holcik: „Ich glaube, dass ist ein wichtiges Signal für die Zukunft.“ Beim GABL ist man jedenfalls vorbereitet. „Das Geld steht bereit, jetzt liegt es an der Behörde“, so Holcik. Er hofft, dass das Sammelzentrum noch heuer gebaut werden kann, „spätestens aber 2018“. Die Kosten schätzt er auf rund 750.000 Euro.