Erstellt am 25. Februar 2016, 09:14

von Otto Havelka

Leuchten für Bremser. Die Idee von blinkenden Lichtern im Asphalt sorgt in der Gemeinde für Diskussionsstoff und „Offene Briefe“.

Lane Lights: Leuchtende Warnung im Asphalt.  |  NOEN, Foto: Ebe Solutions

Seit vergangenem Herbst geistert der Begriff „Lane Light“ durch den Ort. Damals hatte VP-Bürgermeister Hubert Germershausen „Lane Lights“ beim Bürgerforum als Idee für eine „weitere Maßnahme zur Verkehrssicherheit“ präsentiert.

„Lane Lights“ sind in die Fahrbahn versenkte LED-Markierungsleuchtknöpfe mit hoher LED-Leuchtkraft, welche bei Bedarf an Schutzwegen, Straßenverläufen und Eisenbahnkreuzungen aufleuchten. Dadurch stellen sie eine optische Barriere für die Autofahrer dar und sollen damit Verkehrsunfälle verhindern. Diese könnten als „zusätzliche Sicherung“ der Schutzwege am Hauptplatz sowie am Gehsteig Mannersdorferstraße Ecke Gartengasse installiert werden. Kostenpunkt: Rund 40.000 Euro.

Viel Lärm um nichts

Ein Test vor Ort wurde mit mobilen Lane Lights im vergangenen Sommer mit der Firma Ebe Solutions in Zusammenarbeit mit Swarco Futurit Verkehrssignalsysteme durchgeführt. Gemeinderat György Slezak (Liste Slezak) stand in einer Aussendung vor allem der Präsentation, in der tote Kinder auf Fußübergängen gezeigt wurden, kritisch gegenüber. Vor wenigen Wochen gab es in einem (anonymen) „Offenen Brief“ an alle Haushalte ein deftiges Kontra: Slezak sei ein „populistischer Schaumschläger“, beweise „grenzenlosen Hochmut gepaart mit erschreckender Inkompetenz“.

Vorerst ist das Scharmützel viel Lärm um nichts. Denn die „Lane Lights“ müssten erst vom Gemeinderat beschlossen werden. Bürgermeister Germershausen dazu: „Es ist eine Idee, über die man diskutieren kann.“