Erstellt am 18. November 2015, 05:43

von Gerald Burggraf

Verlegung B60: Einigung ist erzielt. Gemeinden und Land sind sich grundsätzlich einig. Warten auf ÖBB-Rückzug der "Spange Götzendor".

Univ.Prof. Dr. Christian Hanus (Donau-Uni Krems), Verkehrslandesrat Mag.Karl Wilfing und Dr. Friedrich Zibuschka (ÖVG) bei der Eröffnung der Ausstellung "Eisenbahnkreuzungen".  |  NOEN, NÖVOG/Josef Bollwein

Nach dem zweiten Treffen zwischen Vertretern des Landes NÖ und den Bürgermeistern der Gemeinden Enzersdorf, Fischamend, Götzendorf, Kleinneusiedl, Rauchenwarth und Schwadorf konnte eine grundsätzliche Einigung erzielt werden.

„Wir sind übereingekommen, dass es eine durchgängige Trasse von der B9 nach Götzendorf geben soll. Inklusive einer Verkehrslösung für Schwadorf und Götzendorf“, erläutert Niederösterreichs oberster Verkehrsplaner, Friedrich Zibuschka. Bevor es jedoch in die Detailplanungen gehen kann, muss die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) noch das definitiv gecancelte Projekt „Spange Götzendorf“ zurückziehen.

Projekt-Rückzug noch heuer

Denn mit der Bestätigung des Bescheides der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durch das Bundesverwaltungsgericht ist die Spange genehmigt. Mittlerweile verfolgt die ÖBB aber eine neue Variante über den Bahnhof Bruck. Solange das Projekt noch nicht zurückgezogen ist, ist auch die parallel zum Bahnprojekt vorgesehene alte neue Trasse der B60 blockiert.

Teilweise wird sich diese aber mit der künftigen Variante überlappen, daher muss die Götzendorfer Spange zurückgezogen werden. „Bei der ÖBB wird dieser Vorgang gerade vorbereitet, denn dafür bedarf es eines Vorstandsbeschlusses“, weiß Zibuschka. Bis Ende 2015 soll der Projekt-Rückzug erledigt sein.

Planung-Start ab Frühjahr

In die konkrete Planung könne man dann im Frühjahr 2016 gehen. Über einen weiteren Schritt nach vorne sind naturgemäß die Bürgermeister zufrieden. Allen voran Kurt Wimmer (VP) aus Götzendorf und Jürgen Maschl (SP) aus Schwadorf. In beiden Fällen wird es mit der Verlegung der B60 auch eine Verbesserung der eigenen Problematik geben. In Götzendorf sollen die Bahnschranken an B60 und B15 fallen und Schwadorf pocht auf eine Ortsumfahrung.


Zitiert...

„Wir sprechen hier von einer überregionalen Geschichte. Es ist eine Voraussetzung, dass Götzendorf miteinbezogen wird. Die Umfahrung kann vor unserem zu oft geschlossenen Bahnschranken nicht aus sein.“
Kurt Wimmer, ÖVP-Bürgermeister in Götzendorf

„Mit Stand 2014 fahren täglich 265 Züge über die Ostbahn. In zehn Jahren sollen es 315 sein. Ich bin froh, dass hier nun etwas weitergeht.“
Ebendieser

„Die Gespräche waren etwas konkreter. Es war auch schon ein Planer mit dabei. Man merkt jedenfalls, dass beim Land NÖ ein Wille dahinter ist. Die nächsten Schritte werden verschiedene Studien sein.“
Markus Plöchl, ÖVP-Bürgermeister in Enzersdorf-Margarethen