Erstellt am 27. April 2016, 05:04

von Karin Katona

Abgetrennter Finger hing „am seidenen Faden“. Bei einem Forstunfall wurde Markus Wolmersdorfer ein Finger der rechten Hand fast abgetrennt. Handchirurg Paul Aspalter rettete ihn in einer dreistündigen OP.

Markus Wolmersdorfer und Handchirurg Paul Aspalter vom Landesklinikum Amstetten: »Der Patient ist über dem Berg.« Foto: Kovacs  |  NOEN, Kovacs

Riesigem Glück im Unglück und dem Geschick eines Chirurgen hat Markus Wolmersdorfer aus Gresten es zu verdanken, dass er seine rechte Hand bald wieder gebrauchen kann wie bisher.

Nach einem Arbeitsunfall am 13. April hing der rechte Zeigefinger des 37-jährigen Forstarbeiters sprichwörtlich „am seidenen Faden“, auch der Mittelfinger war schwer verletzt.

„Auf den ersten Blick hat es nicht gut ausgesehen“

Nach der Erstversorgung im Landesklinikum Scheibbs wurde der Verletzte auf die Unfallchirurgie Amstetten überstellt. In einer mehr als dreistündigen Operation konnten Handchirurg Paul Aspalter und sein Team beide Finger wiederherstellen.

„Auf den ersten Blick hat es für Herrn Wolmersdorfer nicht gut ausgesehen. Umso stolzer sind wir, dass wir den fast abgetrennten Zeigefinger retten konnten“, freut sich Dr. Aspalter.

„Zuerst war es mir gar nicht bewusst, dass meine Hand so schwer verletzt war. Erst jetzt habe ich begonnen, langsam zu realisieren, dass es extrem knapp war und ich großes Glück gehabt habe“, schildert MarkusWolmersdorfer.

„Nachbetreuung auf der Station extrem wichtig“

Glück ist auch, dass er im Klinikum Amstetten sowohl bei den Ärzten, als auch beim Pflegepersonal in den besten Händen gewesen sei. Denn mit einer erfolgreich verlaufenen Operation, erklärt Chirurg Paul Aspalter, sei es noch nicht getan. „Das ist eine Teamaufgabe. Nach der Arbeit des Chirurgen ist die Nachbetreuung auf der Station extrem wichtig.“

Markus Wolmersdorfer ist mittlerweile über den Berg und wieder zuhause. „Alle waren immer optimistisch und haben mir das Gefühl vermittelt, dass alles wieder gut wird. Das hat mir in der schwierigen Zeit viel Mut gegeben“, berichtet Wolmersdorfer. „Ich denke jetzt positiv. Bis Juli bin ich wieder fit.“