Wieselburg

Erstellt am 11. Oktober 2016, 05:00

von Karin Maria Heigl

FH Wieselburg: Aus dem Weltall geplaudert. Der abenteuerliche Alltag eines Astronauten stand bei einer öffentlichen Vorlesung am FH Campus Wieselburg am Mittwochvormittag im Mittelpunkt.

Am FH Campus Wieselburg berichteten zwei Raumfahrer von ihren Erlebnissen im All. Im Bild zu sehen mit einigen Schülern und Lehrern aus dem Gymnasium und dem Josephinum: Wolfgang Klingenböck, Kosmonaut Salizhan Sharipov, Astronaut Dick Richards, Walter Wenzel, Josef Haselmann, Dolmetscherin Anna Wirth (stehend von links) sowie Karoline Krapfenbacher und Elisabeth Heigl.  |  Karin Maria Heigl

Im Rahmen des Astronauten-Kongresses in Wien fand am 5. Oktober der sogenannte Community Day statt. An diesem Tag verteilten sich die Astronauten in Grüppchen auf die einzelnen Bundesländer Österreichs, um möglichst viele Menschen vom Thema Weltraum zu begeistern.

Zwei Raumfahrer zu Gast

Beim Vortrag am Fachhochschul-Campus Wieselburg am vergangenen Mittwoch kamen der russische Kosmonaut Salizhan Sharipov und der US-amerikanische Astronaut Noel „Dick“ Richards zu Wort. Sie erzählten über die harte Vorbereitung, die Ruhe im Weltall und zahlreiche spannende Forschungsaufträge, mit denen man sich im Weltraum auseinandersetzt.

Insgesamt 200 Schüler und Studenten aus dem Francisco Josephinum, dem BG/BRG Wieselburg und von der Fachhochschule nutzten die Gelegenheit, hinter die Kulissen der Raumfahrt zu schnuppern, und stellten im Gespräch mit den Vortragenden viele Fragen zum Alltag von Astronauten im All – vom täglichen Speiseplan bis bis hin zu den aufregendsten Momenten ihrer Weltraumexpeditionen.

550 Astronauten waren seit 1961 im All

Das Weltraum Forum Österreich organisierte den 29. Planeten Congress in Wien, an dem auf Einladung des österreichischen Raumfahrers Franz Viehböck rund 100 Astronauten teilnahmen, übrigens genau 25 Jahre nach Viehböcks Weltraumeinsatz auf der russischen MIR (Austromir 91).

Seit der ersten bemannten Erdumrundung im Jahr 1961 waren rund 550 Menschen als Piloten eines US-Space Shuttles, einer russischen Sojus-Rakete oder als Besatzungsmitglied einer Raumstation im All. Die internationale Raumstation ISS ist seit dem Jahr 2000 im All und umrundet die Erde in rund 90 Minuten 16 Mal am Tag. Das riesige Weltraumlabor ist so groß wie ein Fußballfeld und beherbergt permanent sechs Astronauten aus aller Herren Länder.

Bei guten Bedingungen kann man sie auch als Laie problemlos beobachten. Um sie am Himmel leichter zu orten gibt es übrigens eine „ISS App“.

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