Erstellt am 03. November 2015, 05:02

von Christian Eplinger

Aus ungewöhnlich. NÖ Landesausstellung 2015 / Am Sonntag schloss Landesausstellung NEUBRUCK / Eine besondere Überraschung gab es für Helga und Gerhard Neumayer aus Michelhausen, als sie am Sonntagabend kurz nach 18 Uhr in den Ausstellungsshop in Neubruck kamen.

Helga und Gerhard Neumayer aus Michelhausen waren die letzten Landesausstellungs-Besucher am Standort Neubruck. Die Bürgermeisterinnen Waltraud Stöckl (links) und Christine Dünwald sowie Landesausstellungsgeschäftsführer Kurt Farasin und Bibiana Auer hatten für die beiden Blumen und Geschenke parat.  |  NOEN, Christian Eplinger

Eine besondere Überraschung gab es für Helga und Gerhard Neumayer aus Michelhausen, als sie am Sonntagabend kurz nach 18 Uhr in den Ausstellungsshop in Neubruck kamen. Dort warteten schon die beiden Bürgermeisterinnen aus Scheibbs und St. Anton, Christine Dünwald und Waltraud Stöckl, sowie Landesausstellungs-Geschäftsführer Kurt Farasin und die stellvertretende Standortleiterin Bibana Auer mit Blumen und Geschenken. Denn die beiden Besucher aus dem Bezirk Tulln waren die allerletzten Gäste der NÖ Landesausstellung 2015 am Standort Neubruck.

Seit Sonntagabend ist die Landesausstellung „ÖTSCHER: REICH – die Alpen und wir“ Geschichte – eine Erfolgsgeschichte, wie Kurt Farasin gegenüber der NÖN versichert. „Wir haben gewusst, dass es eine ungewöhnliche Ausstellung werden würde, da so viele unterschiedliche Player zusammenspielen mussten – von den Gemeinden über die NÖVOG bis zu den Tourismusbetrieben und den Natur- und Kulturvermittlern. Aus ungewöhnlich wurde aber außergewöhnlich. Die gesamte Bevölkerung der Region brachte sich enorm stark in diese Landesausstellung ein und bildete die Grundlage für den Erfolg“, resümiert Kurt Farasin.

Deutlich mehr als 250.000 Besucher

Genaue Zahlen konnte er am Sonntagabend noch nicht nennen. Die gibt es erst bei der offiziellen Abschlusspressekonferenz mit Landeshauptmann Erwin Pröll am Dienstagabend. Aber: „Wir haben die 250.000- Besucher-Marke deutlich überschritten – dabei sind die Besucher in Wienerbruck beziehungsweise bei den ÖTSCHER:REICH-Stationen nicht miteingerechnet“, sagt Farasin.

Vor allem an den letzten beiden Wochenenden war die Ausstellung nochmals ein wahrer Besuchermagnet. „Aber das ist fast immer so, dass am Schluss noch einmal ein Ansturm kommt. Nur hat heuer natürlich auch das schöne Wetter mit zum Erfolg beigetragen“, weiß Kurt Farasin.

Begeistert vom Erfolg der Landesausstellung sind auch die beiden Standortbürgermeisterinnen. „Was sich heuer im Sommer bei uns in der Region bewegt hat, war gigantisch – egal ob im Keramikmuseum, am Hochbärneck oder in den Ötschergräben. Natürlich spielte auch das Wetter mit, aber da sage ich, das war das Glück des Tüchtigen“, freut sich Christine Dünwald. Sie ist überzeugt, dass die Landesausstellung auch in den nächsten Jahren noch positiv nachwirken wird.

Vieles gäbe es ohne Landesausstellung nicht

„Diese Wertschätzung und Begeisterung der Besucher, die Werbung für unsere Region und das Selbstverständnis, dass in der Bevölkerung entstanden ist, sind unbezahlbar. Dazu kommen die vielen Investitionen in unserer Region, die insgesamt eine touristische Aufwertung mit sich bringen – egal ob die Ötscherbasis in Wienerbruck, das JUFA in Annaberg oder das Töpperareal in Neubruck. Das alles hätte es ohne Landesausstellung nicht gegeben“, ist Dünwald überzeugt.

Auch St. Antons Bürgermeisterin Waltraud Stöckl zieht überaus zufrieden eine erste Bilanz über das Landesausstellungsjahr. „Egal ob am Hochbärneck oder im Hotel Winterbach – wir haben überall eine enorme Steigerung bei den Besucher- beziehungsweise Nächtigungszahlen. Vor allem auch die Gastronomie in der Region hat profitiert“, weiß Stöckl. Auch die Gemeinde selbst sei auf der Gewinnerseite. „Die neue Straßenbeleuchtung oder den Gehsteig bis Neubruck hätten wir als Gemeinde ohne Landesausstellung nie finanzieren können.“

Gemeinsame Aktivitäten der Region werden besprochen

Damit sich die Landesausstellung nachhaltig positiv auswirkt, wird es in den nächsten Wochen noch einige Treffen und Jour fixe-Termine geben, wo über zukünftige gemeinsame Aktivitäten der Region gesprochen wird. Die Marke „ÖTSCHER:REICH“ ist auf alle Fälle geschützt und soll künftig weiter verstärkt eingesetzt werden.

Am Landesausstellungsareal in Neubruck wird es kommenden Sonntag die nächste Großveranstaltung geben. Da findet die diesjährige Hubertusfeier des NÖ Landesjagdverbandes statt. Ab 16 Uhr empfangen die Jagdhornbläser aus Gaming, Purgstall und Göstling die Gäste rund um Landesjägermeister Josef Pröll, die sich nach der Streckenlegung zu der von Pfarrer Karl Hasengst zelebrierten Hubertusmesse in die Töpperhalle begeben werden.
 


„Die letzten Tage der NÖ Landesausstellung waren überwältigend. Letztes Wochenende beim Erntedank hatten wir einige tausend Besucher. Wir ziehen ein positives Resümee, obwohl es ein immenser Aufwand war. Auch die Wirte waren vom Gästeansturm begeistert. Wir haben schon genug Pläne für die Zeiten danach, aber derzeit ist noch nichts wirklich spruchreif. Wenn es jetzt vorbei ist, wird uns der Rummel abgehen.“
Franz Größbacher, Bürgermeister der Gemeinde Frankenfels

„Wir hatten ein sehr, sehr positives Jahr mit viel Freude und vielen positiven Rückmeldungen unserer Gäste. Mein großer Dank gilt Florian Schublach mit seinem Team der Naturvermittler und Walter Burger junior mit seinem Team der Gastro-Gesellschaft in der Ötscherbasis Wienerbruck. Sie haben in einer Sieben-Tage-Woche die Besucher bestens betreut und somit Annaberg und die Landesausstellung 2015 positiv nach außen getragen. Wir blicken freudig und dankbar zurück und freuen uns auf einen schönen Sommer 2016 im Naturpark Ötscher-Tormäuer“ Petra Zeh, Bürgermeisterin der Gemeinde Annaberg